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Wirtschaftsspionage Anklage reduziert wegen Verjährung ihren Strafantrag

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwoch für einen ehemaligen Ems-Chemie-Mitarbeiter eine bedingte Geldstrafe von 9000 Franken gefordert.

Der 47-Jährige wird beschuldigt, in einer Email im Jahr 2005 Betriebsgeheimnisse an einen Konkurrenten verraten zu haben. Zwei weitere Emails aus den Jahren 2003 und 2004 berücksichtigte die BA in ihrem Strafantrag nicht mehr. Der Richter des Bundesstrafgerichts hatte diese zuvor als verjährt bezeichnet. Eine Erklärung dazu soll später folgen. Der Anwalt der Privatklägerin Ems Chemie drückte in seinem Plädoyer sein Unverständnis für die Verjährung aus. Offenbar würde das Gericht die Emails als drei unabhängige Taten betrachten. Dabei bildeten sie gemäss Anklage inhaltlich und in Bezug auf den Empfänger eine Einheit. In der Email, die der Angeklagte am 5. Juli 2005 an einen Konkurrenzunternehmer schrieb, ging es um einen Prototypen einer sogenannten Fast-Seceening-Anlage, welche die Ems-Chemie testen wollte. Der beschuldigte Mitarbeiter hatte darüber aus einem vertraulichen Dokument erfahren. Gemäss BA hätte die Ems bei Realisierung dieser Pläne einen starken Wettbewerbsvorteil gehabt - und wollte entsprechend verhindern, dass die Konkurrenz von dieser Neuerung erfuhr. Die Nutzung einer solchen Anlage in der Kunstoffindustrie sei neu gewesen. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, dass er damals davon ausging, dass eine solche Anlage in der Branche bekannt gewesen sei. Er gab zu, dass er mit dem Empfänger der Email, einem Freund von ihm, geplant hatte, eine Start-up-Unternehmen im Kunststoffbereich aufzuziehen.

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