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Zeitungsbericht: Ratingagentur S&P nimmt weitere Länder ins Visier

New York Die US-Ratingagentur Standard & Poor's nimmt einem Zeitungsbericht zufolge jetzt auch Deutschland ins Visier.

Die Agentur habe die Bundesrepublik und fünf anderen Euro- Länder mit der besten Bonitätsnote AAA vor einer Herabstufung gewarnt. Dies berichtete die Zeitung «Financial Times» am Montag auf ihrer Webseite. Demnach könnten die Länder angesichts der sich weiter verschärfenden Euro-Schuldenkrise in den kommenden 90 Tagen ihre Topbonitätsnote verlieren. Neben Deutschland seien Frankreich, Österreich, Finnland, Luxemburg und die Niederlande im Visier. Auf den Bericht reagierte der Euro-Kurs mit Abschlägen, die US-Börsen büssten einen Teil ihrer frühen Gewinne wieder ein. S&P werde die Staaten wahrscheinlich noch am Montag auf die Liste der Länder mit negativem Ausblick setzen, berichtete die «Financial Times» weiter, ohne die Herkunft ihrer Informationen preiszugeben. Ein negativer Ausblick bedeutet, dass die Agentur ihre aktuelle Bewertung überprüft und in weniger als drei Monaten über eine Herabstufung entscheidet. S&P lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Die Ratingagentur hatte erst in der vergangenen Woche 15 der weltweit grössten Banken heruntergestuft - einige davon in Europa. In der Schuldenkrise hatten die Einschätzungen der mächtigen Ratingagenturen immer wieder für Wirbel gesorgt. Nach Herabstufungen wurde es für finanziell angeschlagene Länder immer schwerer, sich am Kapitalmarkt Geld zu besorgen. Die Krise verschärfte sich dadurch noch zusätzlich.

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