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ZEW-Index sinkt so stark wie seit fast 14 Jahren nicht mehr

Mannheim Die europäische Schulden- und Bankenkrise wirft zunehmend Schatten auf die deutsche Wirtschaft.

Der ZEW- Konjunkturindex verzeichnet im Juni den grössten Einbruch seit 1998 - die Pessimisten dominieren. Noch läuft die deutsche Wirtschaft rund - doch das könnte sich bald ändern, wenn es in Europa weiter bergab geht. Der Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) fiel um 27,7 Punkte auf minus 16,9 Punkte. Als Gründe nannte das ZEW unter anderem die Zuspitzung der Krise des spanischen Bankensektors und den ungewissen Ausgang der griechischen Parlamentswahl während des Grossteils des Umfragezeitraums. Ökonomen hatten zwar mit einer Eintrübung gerechnet, diese aber viel moderater veranschlagt. Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage verschlechterte sich ebenfalls deutlich um 10,9 Punkte auf 33,2 Punkte. Mit dem Einbruch haben die Konjunkturerwartungen ihre Erholung seit Jahresbeginn wieder eingebüsst. Seinerzeit hatten vor allem die grossen Geldspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Beruhigung beigetragen. «Die Erwartungen der Finanzmarktexperten warnen eindringlich vor einer allzu optimistischen Einschätzung der deutschen Konjunkturperspektiven in diesem Jahr», sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Die Risiken einer markanten Konjunkturabschwächung in wichtigen Handelspartnerländern seien unübersehbar. Hinzu komme die nach wie vor brenzlige Lage im Euroraum. Für die Eurozone sind die Finanzmarktexperten ebenfalls pessimistischer. Die Erwartungen fielen um 17,7 Punkte auf minus 20,1 Punkte. Die aktuelle Lage im Euroraum wurde mit minus 73,2 Punkten bewertet - 13 weniger als im Vormonat.

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