Zum Hauptinhalt springen

Beim Notvorrat ­wurde gepfuscht

Die Spitäler lagern zu wenig Schutzmasken für den Ernstfall. Der Bund liess sie gewähren.

Nur 65 Prozent des Sollbestands vorhanden: Atemschutzmaske.
Nur 65 Prozent des Sollbestands vorhanden: Atemschutzmaske.

Das ging schnell: Kaum ist das Coronavirus in der Schweiz angekommen, sind Schutzmasken bereits ein knappes Gut. Schuld an der Misere sind nicht nur die hohe Nachfrage nach Masken und die fehlende Produktion im Inland. Wie sich jetzt zeigt, waren auch die Behörden nachlässig.

Der Bund entdeckte vor vier Jahren, dass die Pflichtlager in Spitälern und Pflegeheimen ungenügend gefüllt sind. Bei den Hygienemasken wurden die Vorgaben zwar übertroffen, bei den Atemschutzmasken und Untersuchungshandschuhen waren aber lediglich 65 respektive 45 Prozent des Sollbestands vorhanden. «Trotz der grossen Lagerhaltung muss davon ausgegangen werden, dass die aktuellen Mengen an Schutzmaterial in der Schweiz zur kurzfristigen Deckung des Normalbedarfs genügen, nicht aber im Pandemiefall», hiess es in einem Bericht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.