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Das Mikro-Schweinchen aus dem Katalog

1600 Dollar. So viel kostet ein genmanipuliertes Schweinchen in China. Künftig können Interessierte das Aussehen ihres Haustieres wohl mitbestimmen.

Ein Schweinchen ganz in Rosa oder doch lieber eines mit schwarzen Flecken? Künftig sollen Personen ihr Haustiere nach Farbe und Fellmuster aussuchen können. Das ist zumindest das Ziel von chinesischen Forschern.

Die Wissenschaftler haben kleinwüchsige Schweine zu Mikroschweinchen gemacht. Dies jedoch nicht durch Kreuzen – wie eigentlich üblich – sondern mit einer Methode zur Editierung der Gene, schreibt «Spiegel Online». Labor statt Bauernhof.

Tiermodell für menschliche Krankheiten

Die Mikroschweine stammen von der kleinwüchsigen Rasse Bama ab. Mit Enzymen – sogenannte TALENs – schalteten Forscher die Gene für den Rezeptor des Wachstumshormons aus. So bleiben die Tiere klein: Im ausgewachsenen Zustand wiegt ein Exemplar etwa 15 Kilogramm.

Die Schweinchen dienten ursprünglich in der Forschung als Tiermodelle für menschliche Krankheiten. Die Versuche sind jetzt aber abgeschlossen und die Tierchen leben noch. So ist ein neues Geschäftsmodell entstanden. Für die Tierchen wurden Plätzchen gesucht. Kostenpunkt: 1600 Dollar. Dabei handelt es sich jedoch um einen Einstiegspreis, um den Markt zu erforschen, wird Yong Li vom Shenzhen Internation Biotech Leaders Summit BGI auf «Spiegel Online» zitiert. Die Einnahmen sollen gemäss Angaben der Wissenschaftler in die Forschung fliessen.

Gut möglich also, dass die neu kreierten Tiere als Haustiere weiterhin gezüchtet werden. Interessierte könnten das Aussehen der Tiere bestimmen. Die Methode der chinesischen Forscher ist allerdings heftig umstritten.

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