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Diktatur oder Demokratie: Wer geht mit der Krise besser um?

Im Kampf gegen die Corona-Seuche ist Chinas Weg beeindruckend. Aber auch die Chancen des Westens sind intakt.

In einer Krise ist der Ruf nach einem starken Staat immer verlockend. Brauchen die Demokratien, braucht Europa, braucht die Schweiz mehr China? Die Skepsis gegenüber dem langsamen Rechtsstaat hat zugenommen angesichts der entschlossenen Reaktion Pekings auf die Corona-Pandemie. Es ist unbestritten eindrücklich, wie die kommunistische Diktatur Millionenstädte abriegelte, Spitäler aus dem Boden stampfte und innert Wochen die Seuche besiegte, wie die kommunistische Führung nun beteuert. Und das alles ohne lästige und langatmige Diskussionen.

Ob China tatsächlich so erfolgreich gegen das Virus gekämpft hat, ist umstritten (lesen Sie dazu auch: Stimmen diese Zahlen?). Offensichtlich ist hingegen, dass die westlichen Demokratien schlecht gestartet sind in die Corona-Krise. Lange nahmen sie das Virus nicht ernst genug, und als sie reagierten, taten sie es zunächst zögerlich. Es liegt jedoch im Wesen einer demokratischen Regierung, dass sie die Freiheiten der Bürgerinnen und Bürger nicht beschneiden möchte. Gleichzeitig muss sie deren Sicherheit gewährleisten, was am ehesten gelingt, wenn Konflikte vermieden oder am Verhandlungstisch gelöst werden.

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