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…17 Jahren: Das Massaker von Sochumi

Am 27. September 1993 findet in der Hauptstadt Abchasiens eine ethnische Säuberung statt.

Schauplatz schwerer Kriegsverbrechen: Das Gelände vor dem Regierungsgebäude in Sochumi.
Schauplatz schwerer Kriegsverbrechen: Das Gelände vor dem Regierungsgebäude in Sochumi.
A.Buslov

Obwohl Georgien und Russland sich auf einen Waffenstillstand geeinigt und sich abchasische Milizen verpflichtet haben, keine militärischen Aktionen durchzuführen, nimmt in den Morgenstunden des 27. Septembers ein Kriegsverbrechen seinen Lauf, das ungefähr 7000 georgische Zivilisten das Leben kosten wird.

Keine Chance

Abchasische Freischärler und ihre Anhänger stürmen am Morgen die Stadt Sochumi. Die in der Stadt stationierten Militäreinheiten sind nicht in der Lage, die militärische Operation zu stoppen. Nachdem ein georgisches Battalion das Regierungsgebäude zu schützen versucht, muss sie sich schon am Nachmittag geschlagen geben. Viele Einwohner sind aufgrund des Waffenstillstandsabkommens in Sochumi geblieben. Die Freischärler durchkämmen die Stadt und treiben Zivilisten zusammen – Männer, Frauen und Kinder finden in ihren Wohnungen oder auf der Strasse ihren Tod. Augenzeugen berichten, dass viele Zivilisten Opfer von Vergewaltigungen und Folter wurden.

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hat die ethnischen Säuberungen gegen Georgier in Abchasien offiziell anerkannt und verurteilt. Bis heute ist noch kein Täter vor Gericht gestellt worden.

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