Zum Hauptinhalt springen

Britische Offiziere erinnern an «grosse Flucht»

Nach monatelanger Vorbereitung versuchten 1944 76 Luftwaffenoffiziere, durch einen Tunnel aus einem deutschen Gefangenenlager zu entkommen. Nur drei schafften die Flucht.

50 Offiziere wurden 1944 nach dem Fluchtversuch erschossen, 50 Offiziere marschieren nun in Gedenken an die Getöteten: Die Angehörigen der Royal Air Force in der Nähe von Zagan, Polen. (25. März 2014)
50 Offiziere wurden 1944 nach dem Fluchtversuch erschossen, 50 Offiziere marschieren nun in Gedenken an die Getöteten: Die Angehörigen der Royal Air Force in der Nähe von Zagan, Polen. (25. März 2014)
Keystone
Ihnen gelang damals die Flucht durch Tunnel Harry: Andrew Weisman (l.) und Charles Clarke am Gedenkort, wo 1944 das deutsche Lager Luft III lag. (25. März 2014)
Ihnen gelang damals die Flucht durch Tunnel Harry: Andrew Weisman (l.) und Charles Clarke am Gedenkort, wo 1944 das deutsche Lager Luft III lag. (25. März 2014)
Keystone
Werden rund 180 Kilometer zurücklegen: Die RAF-Offiziere auf dem Gedenkmarsch durch Polen. (25. März 2014)
Werden rund 180 Kilometer zurücklegen: Die RAF-Offiziere auf dem Gedenkmarsch durch Polen. (25. März 2014)
AFP
1 / 3

Im westpolnischen Zagan sind 50 Offiziere der britischen Luftwaffe zu einem Gedenkmarsch für ermordete alliierte Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg aufgebrochen. Bis Freitag wollen sie rund 180 Kilometer nach Posen (Poznan) laufen und so an den tragischen Ausgang der «grossen Flucht» aus dem deutschen Lager «Luft III» 1944 erinnern.

Nach monatelanger Vorbereitung waren in der Nacht zum 25. März jenes Jahres 76 gefangene Luftwaffenoffiziere - Briten, Australier, Neuseeländer, Polen, Kanadier, Niederländer und andere - durch einen unterirdischen Tunnel entkommen.

Doch nur drei schafften die Flucht, alle übrigen wurden wieder gefasst. Als Vergeltungsmassnahme erschoss die Gestapo in der Zitadelle in Posen 50 Mitglieder der Gruppe.

Zwei noch lebende Ex-Gefangene

Zu einer Gedenkfeier unter dem Motto «50 für 50» auf dem früheren Lagergelände kamen am Montag auch zwei der noch lebenden ehemaligen Kriegsgefangenen.

Der britische Luftwaffen-Vizemarschall Stuart Atha bezeichnete die Geschichte der Flucht als «ausserordentliches Kapitel in der Geschichte der alliierten Luftwaffe, geschrieben von Männern voller Mut und Charakter».

Der Fluchtversuch der Häftlinge wurde 1963 mit Steve McQueen in der Hauptrolle verfilmt. Der Streifen mit dem Titel «Gesprengte Ketten» (Original: «The Great Escape») war schon damals ein grosser Erfolg und gilt heute als Klassiker.

SDA/kpn

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch