Zum Hauptinhalt springen

Sanfte Archäologie bringt neue Erkenntnisse der Besiedlung Siziliens

Archäologen entdecken die Siedlungsgeschichte der Griechen, ohne einen Spaten in die Hand zunehmen.

Überreste griechischer Bauten bei der sizilianischen Hafenstadt Gela.
Überreste griechischer Bauten bei der sizilianischen Hafenstadt Gela.

Die Römer eroberten sie, die Karthager setzten sich hier fest, die Araber bauten hier, und die Spanier prägten den Lebensstil der Insel. Sizilien hat viele Ankömmlinge und Invasoren erlebt. Die vielleicht folgenschwerste Einwanderung liegt 2700 Jahre zurück. Da kamen scharenweise Wirtschaftsflüchtlinge aus Griechenland. «Das war schon eine kleine Völkerwanderung», charakterisiert Johannes Bergemann den Zustrom. Der Archäologie-Professor von der Universität Göttingen folgt den Spuren der Kolonisten auf Sizilien seit Jahren, speziell im Raum um die südsizilianische Hafenstadt Gela. Dazu benutzt er keinen Spaten, sondern sucht zusammen, was so alles auf dem Boden herumliegt. Die Ergebnisse solcher Sammelarbeit sind verblüffend. Aus den Scherben der Jahrtausende liest Bergemann ab: «Die Kolonisation der Gegend um Gela durch die Griechen verlief friedlich. Es gab keine Unterdrückung oder Ausrottung der einheimischen Bevölkerung.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.