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«Abtasten allein genügt nicht als Vorsorge»

Der von St.Gallen aus weltweit tätige Tumorspezialist Hans-Jörg Senn spricht über Behandlung und Chancen bei Brusttumoren heute. Gerade wurde er für seine lebenslange Arbeit im Dienste von Krebskranken in Stockholm geehrt.

Herr Senn, was bedeutet die Prognose Brustkrebs heute? Hans-Jörg Senn: Dank optimierter Früherkennungs- und Therapiemöglichkeiten kann Brustkrebs sehr viel besser behandelt werden als noch vor zwanzig Jahren. Auch haben noch wirkungsvollere Chemo- und Hormontherapien, die das Wiederauftreten des Tumors verhindern, die Heilungschancen weiter verbessert. Und: Brustkrebs ist heute kein Tabu mehr. Die Krankheit wird viel offener angegangen.

Dennoch ist der Befund Brustkrebs noch immer ein Schock. Im allerersten Moment sicher. Wer Krebs hört, denkt erst einmal an Leiden und Sterben. Danach beobachte ich aber, dass die Frauen je nach Persönlichkeit und Lebenssituation ganz unterschiedlich reagieren und mit der Krankheit umgehen.

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