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Amerikanischer Ebola-Impfstoff besteht erste Testphase

Ein in den USA entwickelter Impfstoff gegen Ebola hat einen ersten Test bei gesunden Probanden erfolgreich bestanden. Die Testreihen in der Schweiz laufen noch.

Ebola-Tests: Eine gesunde 39jährige Frau erhält eine erste Dosis des Test-Impfstoffes.
Ebola-Tests: Eine gesunde 39jährige Frau erhält eine erste Dosis des Test-Impfstoffes.
Keystone

US-Forscher sind der Entwicklung eines erfolgreichen Impfstoffes gegen Ebola einen deutlichen Schritt näher gekommen. In der ersten Testphase hätten die 20 gesunden Probanden positiv auf den Stoff reagiert und die für Ebola nötigen Antikörper entwickelt, teilten die Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH) mit. Es könnte allerdings noch mehrere Monate dauern, bis der Impfstoff grossflächig eingesetzt werden kann.

Die Impfungen hatten im September begonnen und jeder der Teilnehmer entwickelte innerhalb von vier Wochen im Blut nachweisbare Antikörper. Nebenwirkungen gab es bis auf zwei Fälle leichten Fiebers, das in den 24 Stunden nach der Injektion auftrat, nicht. An den Tests beteiligten sich gesunde Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren.

Auf der Basis von Affenviren

Die Ergebnisse der Studie wurden auf der Internetseite des Fachmagazins «New England Journal of Medicine» veröffentlicht. Den Impfstoff namens ChAd3 entwickelte das Nationale Institut für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) in den USA gemeinsam mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline. Benutzt werden dabei für den Menschen harmlose Viren, die zum Beispiel Erkältungen bei Affen auslösen. Durch die gentechnische Veränderung wird Material aus Stämmen des Ebola-Virus gewonnen.

Das Ausmass der Ebola-Seuche in Westafrika habe die Anstrengungen intensiviert, «einen sicheren und effektiven Impfstoff zu entwickeln», erklärte Anthony Fauci vom NIAID. Eingesetzt wurden in der ersten Testphase sowohl niedrigere als auch höhere Dosen. Die mit den höheren Dosen geimpften Testpersonen entwickelten entsprechend auch stärkere Antikörper.

Noch keine Ergebnisse in Schweizer Testreihen

Auf der Basis der positiven Ergebnisse werde nun der Plan «umfangreicherer Testphasen» verfolgt, erklärte Fauci. Dazu stehe das Institut in Kontakt mit Vertretern in Liberia und «anderen Partnern» bei den geplanten Testphasen in Westafrika. Diese sollen aber frühestens Anfang kommenden Jahres starten.

Bislang gibt es noch keinen zugelassenen Impfstoff gegen Ebola. Testreihen mit einem Impfstoff von GlaxoSmithKline laufen seit Anfang November auch in der Schweiz. An einer Studie im Universitätsspital Lausanne beteiligen sich 120 Freiwillige. Weitere Studien laufen seit Mitte November in Kanada.

Bereits 5689 Ebola-Opfer gestorben

Ebola grassiert seit fast einem Jahr in Westafrika. Am stärksten sind neben Liberia die Länder Guinea und Sierra Leone betroffen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am Mittwoch neue Zahlen zu der gefährlichen Viruserkrankung: Demnach starben bereits 5689 Menschen an Ebola. Insgesamt infizierten sich 15'935 Menschen mit dem Virus.

AFP/mma

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