Zum Hauptinhalt springen

Bereits sechs Menschen an neuem Vogelgrippe-Virus erkrankt

In China ist das zuvor beim Menschen unbekannte Vogelgrippe-Virus H7N9 aufgetaucht. In Shanghai hat es zwei Tote gefordert.

Bisher keine Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch: Eine Geflügelfarmerin hält ein Huhn im Dorf Beifan in der Provinz Shandong. (1. April 2013)
Bisher keine Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch: Eine Geflügelfarmerin hält ein Huhn im Dorf Beifan in der Provinz Shandong. (1. April 2013)
Reuters

In China sind am Dienstag weitere Fälle eines bis vor kurzem beim Menschen unbekannten Vogelgrippe-Typs aufgetaucht. Nach zwei bereits gemeldeten Todesfällen sind nun noch einmal vier Menschen ernsthaft erkrankt, teilte das Gesundheitsbüro der Provinz Jiangsu auf seiner Website mit.

Ein 83-jähriger Mann sowie drei Frauen im Alter von 32, 45 und 48 Jahren seien mit dem Virus H7N9 infiziert. Das Krankheitspräventionszentrum der Provinz bestätigte die Diagnose.

Zwei Tote in Shanghai

Erst vor wenigen Tagen war bekanntgeworden, dass zwei Männer in Shanghai an dem bisher wenig bekannten Grippe-Virus gestorben sind und eine Frau in der Stadt Chuzhou schwer erkrankt. Laut chinesischen Behörden gibt es bisher keine Anzeichen, dass diese Viren von Mensch zu Mensch übertragbar seien – anders als der virulente H5N1-Typ, welcher 2003 die Hühnerbestände Asiens dezimierte und seitdem rund 360 Menschen weltweit getötet hat.

Unter den Patienten scheint bisher nur die 45-Jährige, die Geflügelmetzgerin sein soll, regelmässigen Kontakt zu Vögeln gehabt haben. Es gibt bisher keine Hinweise, dass die Erkrankungsfälle in Zusammenhang stehen könnten. Angehörige der Betroffenen seien gesund, erklärte die Gesundheitsbehörde.

Notfallpläne erstellt

In Jiangsu und auch in Chinas grösster Wirtschaftsmetropole Shanghai wurden die öffentlichen Hygienemassnahmen erhöht, Notfallpläne erstellt und die Beobachtung verdächtiger Grippefälle an Schulen, Krankenhäusern oder auch unter Mitarbeitern von Hühnerfarmen intensiviert. Auch in der chinesischen Hauptstadt Peking wurden Kliniken angewiesen, besonders auf Fälle von Vogelgrippe oder Lungenerkrankungen mit unklarer Herkunft zu achten.

(AP)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch