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«Die WHO war nie gerüstet, um auf Krisen zu reagieren»

Bruno Jochum, Generaldirektor von Ärzte ohne Grenzen (MSF) Schweiz, wirft der Weltgesundheitsorganisation in der Ebola-Krise Versagen vor. Seine Organisation verhindert derzeit eine humanitäre Katastrophe.

«Die Rolle der WHO muss neu definiert werden»: Bruno Jochum, Chef von Ärzte ohne Grenzen Schweiz. Foto: Jean Revillard (Rezo)
«Die Rolle der WHO muss neu definiert werden»: Bruno Jochum, Chef von Ärzte ohne Grenzen Schweiz. Foto: Jean Revillard (Rezo)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Sitz in Genf hat in der Bekämpfung des Ebola-Virus versagt. Darin sind sich Ärzte und Hilfsorganisationen einig. Bruno Jochum, Chef der NGO Ärzte ohne Grenzen (MSF) Schweiz, warnte bereits Ende März, gestützt auf konkrete Fakten, vor dem Ausbruch einer Epidemie. Doch die WHO reagierte erst im August auf die Warnzeichen. Im Interview mit dem TA sagt Jochum nun: «Die WHO hat die Gefährlichkeit des Virus klar unterschätzt.» Sie sei ihrer Rolle, Empfehlungen abzugeben und für die betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone Hilfe zu organisieren, viel zu spät nachgekommen.

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