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«Ein Hirnscanner ist kein Lügendetektor»

Im Kanton Luzern werden IV-Bezüger mit psychischer Krankheit zum Hirnscanning geschickt. Psychiater Erich Seifritz weiss, was man damit kann – und was nicht.

Psychiater Erich Seifritz: «Weil die Trennschärfe zwischen krank und gesund gering ist, kann keine eindeutige Diagnose gestellt werden.»
Psychiater Erich Seifritz: «Weil die Trennschärfe zwischen krank und gesund gering ist, kann keine eindeutige Diagnose gestellt werden.»
PD

Die IV Luzern überprüft IV-Gesuche bei psychiatrischen oder neurologischen Erkrankungen unter anderem mit einer speziellen, ereigniskorrelierten EEG-Methode. Was passiert dabei genau?

Bei diesem Verfahren werden bestimmte Wellenformen im Elektroenzephalogramm (EEG) aufgezeichnet, die durch eine Sinneswahrnehmung oder eine kognitive Leistung gezielt ausgelöst werden. Diese Methode kann anzeigen, ob jemand durch eine neurologische Erkrankung Veränderungen der Nervenleitgeschwindigkeit im Gehirn aufweist. Zum Beispiel nach einem Schlaganfall, durch eine Gehirnentzündung oder durch einen Hirntumor. Dabei untersucht man, wie schnell und in welcher Form die Information eines Reizes von einem peripheren Organ wie dem Auge oder dem Ohr bestimmte Regionen des Gehirns erreicht. Sie kann aber auch unterschiedliche kognitive oder emotionale Verarbeitung eines Reizes im Gehirn aufzigen, etwa bei psychischen Erkrankungen.

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