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In den Weihnachtsferien werden die Kinder gezeugt

Ende September werden besonders viele Kinder geboren, gezeugt wurden sie demnach in der Weihnachtszeit. Die Mondzyklen hingegen beeinflussen die Geburten nicht. Das zeigt einen neue Studie.

Nach der Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die in der Fachzeitschrift «Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica» veröffentlicht wurde, ist ein Einfluss des Mondes auf die Geburtenzahl oder Schwangerschaften nicht nachzuweisen. Ausgewertet wurden mehr als vier Millionen Geburten im Verlauf von 470 Mondzyklen. Es war den Angaben zufolge damit die weltweit grösste derartige Untersuchung.

Über den Einfluss des Mondes auf Geburt und Schwangerschaft gibt es zahlreiche volkstümliche Regeln: So sollen bei Mondwechsel besonders viele Kinder zur Welt kommen. Bei zunehmendem Mond und einem Bauchumfang der Mutter von mehr als 100 Zentimetern soll die Geburt unmittelbar bevorstehen. Der Wissenschaftler Oliver Kuss vom Institut für Medizinische Epidemiologie, Biometrie und Informatik analysierte Geburten zwischen 1966 und 2003 in Baden-Württemberg. «Einen Mondzyklus konnte ich bei der Analyse der Daten aber nicht feststellen», sagte er.

Zeugung in der dunklen Jahreszeit

Deutlich erkennbar war hingegen ein Wochen- und auch ein Jahreszyklus. Statistisch wurden demnach montags und dienstags die meisten und am Wochenende die wenigsten Kinder geboren. Eine mögliche Ursache: Künstlich eingeleitete Geburten werden in den Kliniken von den Wochenenden weg auf den Wochenanfang gelegt. Jahreszeitlich kommen nach der Untersuchung Ende September die meisten Kinder zur Welt: «Dies spricht für eine Zeugung in den Weihnachtsferien oder zumindest in der dunklen Jahreszeit», erklärte der Autor.

Die Studie steht im Einklang mit anderen empirischen Arbeiten zum Mondeinfluss. Allerdings war es den Angaben zufolge die erste Studie, die Daten über einen solch langen Zeitraum auswertete. Wie es hiess, beschäftigen sich Forscher schon seit dem 19. Jahrhundert mit dem Einfluss des Mondes und seiner Phasen auf das menschliche Leben.

AP/oku

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