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So merken Sie, dass Sie handysüchtig sind

Fast 370'000 Personen in der Schweiz haben den Umgang mit dem Internet nicht im Griff. Wie Sie Anzeichen einer Sucht frühzeitig erkennen.

Was harmlos aussieht, birgt Gefahren: Jugendliche mit ihren Smartphones auf dem Zürcher Turbinenplatz. (Symbolbild)
Was harmlos aussieht, birgt Gefahren: Jugendliche mit ihren Smartphones auf dem Zürcher Turbinenplatz. (Symbolbild)
Christian Beutler, Keystone
Jugendliche rutschen oft durch Online-Games in die Sucht: Ein Pokemon-Go-Spieler in Zürich.
Jugendliche rutschen oft durch Online-Games in die Sucht: Ein Pokemon-Go-Spieler in Zürich.
Gaetan Bally, Keystone
In der Schweiz haben rund 370'000 Personen einen problematischen Umgang mit dem Internet.
In der Schweiz haben rund 370'000 Personen einen problematischen Umgang mit dem Internet.
Nigel Treblin/dapd, Keystone
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Das Internet ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Wenn die Konzentration darunter leidet und Abschalten nicht mehr möglich ist, sprechen Experten von Gefährdung oder gar von Sucht.

Gemäss dem Suchtmonitoring Schweiz haben hierzulande rund 370‘000 Personen den Umgang mit dem Internet nicht im Griff. Zur grössten Risikogruppe gehören Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren. In dieser Altersgruppe besitzen 99 Prozent ein Mobiltelefon. 20 Prozent haben einen sogenannt symptomatischen Umgang, also eine risikoanfällige Nutzung. Sieben Prozent weisen sogar ein problematisches Nutzungsverhalten auf, wie die SRF-Sendung «10vor10» berichtet.

Einstiegsdroge Online-Games

Handysucht sei eine Form der Internetsucht, erklärt Sucht-Experte Franz Eidenbenz gegenüber «10vor10». Viele Jugendliche rutschten in eine Sucht, ohne es zu merken. Symptome für eine problematische Nutzung seien etwa zurückgehende Leistungen oder der Rückzug aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, sagt Eidenbenz. Die Zahl der Betroffenen habe deutlich zugenommen. Jugendliche rutschten oft durch Online-Games in die Sucht.

Die Organisation Sucht Schweiz fordert besser koordinierte Beratungsangebote. Auch müssten diese der breiten Öffentlichkeit besser bekannt gemacht werden. Problematisches Nutzungsverhalten müsse möglichst früh erkannt und angegangen werden.

Alternative Angebote

Eine Schule im Kanton Baselland geht mit gutem Beispiel voran: Statt auf ein Handyverbot setzt das Gymnasium Laufen auf alternative Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Schüler verzichten in den Pausen freiwillig auf ihr Handy und spielen stattdessen Billard oder Ping Pong. Schulleiter Isidor Huber hofft, dass dieses Beispiel Schule machen wird.

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