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Mehr als 350 Fälle von seltener Hirnhautentzündung

Nach der massenweisen Verunreinigung von Schmerzspritzen sind in den USA bereits über 350 Fälle einer Meningitis gemeldet worden.

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Zwei im Zusammenhang mit der Meningitiswelle diagnostizierte Pilze: Proben der Pilze Cladosporium (l.) und Aspergillus fumigatus.
Zwei im Zusammenhang mit der Meningitiswelle diagnostizierte Pilze: Proben der Pilze Cladosporium (l.) und Aspergillus fumigatus.
Reuters

28 Kranke seien bislang an Hirnhautentzündung gestorben, teilte die US-Gesundheitsbehörde am Dienstag mit. Die landesweite Meningitiswelle wurde durch pilzverseuchte Schmerzmittelinjektionen und zwei weitere Produkte derselben Firma ausgelöst. Nach Behördenangaben wurden aus 15 der 50 US-Bundesstaaten Erkrankungen gemeldet, die mit den verseuchten Steroidinjektionen in Verbindung gebracht werden.

Am stärksten betroffen sind demnach Tennessee und Michigan. Landesweit wurden den Angaben zufolge mehr als 14'000 Patienten in 23 Bundesstaaten mit der verseuchten Injektion behandelt.

Unternehmen gibt Lizenz zurück

Das zur Gruppe der Steroide gehörende Schmerzmittel wird üblicherweise in den Bereich des Rückenmarks gespritzt, um Rückenschmerzen zu lindern. Die mit dem Pilz verseuchten Injektionen wurden von der Firma NECC im Bundesstaat Massachusetts hergestellt. Das Unternehmen rief inzwischen alle Injektionsdosen zurück, stellte seine Produktion ein und gab seine Lizenz zurück.

Die Meningitis greift Gehirn und Rückenmark an. Die Krankheit bleibt oft lange unentdeckt, weil die ersten Symptome einer Grippe ähneln. Sie ist allerdings nicht ansteckend. Die Betroffenen müssen im Spital intravenös Medikamente gegen den Erregerpilz erhalten.

(SDA)

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