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Viel mehr Aids-Ansteckungen in Europa

Die HIV-Ansteckungsrate ist in den letzten zehn Jahren stark angestiegen. Eigentlich wollte Europa die Krankheit bis 2015 unter Kontrolle bringen.

Die Ansteckungsraten der einzelnen Länder: HIV-Diagnosen pro 100'000 Einwohner im Jahr 2013. (Quelle: WHO)
Die Ansteckungsraten der einzelnen Länder: HIV-Diagnosen pro 100'000 Einwohner im Jahr 2013. (Quelle: WHO)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Donnerstag dramatische Zahlen zur Situation der HIV-Epidemie in Europa veröffentlicht: 2013 wurden über 136'000 neue Fälle diagnostiziert. Das ist ein Anstieg von 80 Prozent im Vergleich zum Jahr 2004. Damals zählte die Organisation 76'000 neue Fälle. Die sogenannte European Region der WHO umfasst neben dem eigentlichen Europa auch die Länder Zentralasiens.

Europas Ziel sei es eigentlich gewesen, bis 2015 die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen, sagt Zsuzsanna Jakab, Regionaldirektorin der WHO. Inzwischen laufe die Zeit davon.

Anstieg im Osten, Stagnation im Westen

Die Entwicklung der Ansteckungsraten ist innerhalb Europas allerdings sehr unterschiedlich. Gut 100'000 der 136'000 Fälle in 2013 wurden in den osteuropäischen und zentralasiatischen Ländern gemeldet. Der Anstieg geht laut der WHO vor allem auf diese Länder zurück. Die EU-EFTA-Länder hätten allerdings auch keinen Rückgang verzeichnet. Hier wurden 2013 rund 30'000 Fälle gemeldet.

Gemäss der WHO hat man es in den letzten Jahren nicht geschafft, jene Bevölkerungsgruppen zu erreichen, die das höchste Risiko für eine HIV-Infektion haben. In der EU sei noch immer Sex zwischen Männern die häufigste Übertragungsform. 42 Prozent der Fälle im Jahr 2013 beträfen diese Risikogruppe. Seit 2004 habe es hier einen Anstieg um 33 Prozent gegeben.

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