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Vorsicht auf dem Trampolin

Kinder ziehen sich laut einer neuen Studie immer häufiger Verletzungen auf Trampolins zu – vor allem, wenn sie gemeinsam darauf springen.

Riskanter Spass: Verletzungen drohen vor allem, wenn mehrere Kinder gemeinsam springen.
Riskanter Spass: Verletzungen drohen vor allem, wenn mehrere Kinder gemeinsam springen.
Keystone

Dies hat das Berner Inselspital festgestellt. Im vergangenen Jahr behandelte die dortige Kinderchirurgie 96 Kinder; 2003 waren es erst vier gewesen. Weil die Zahl der verletzten Kinder immer grösser wurde, habe der Berner Kinderarzt Peter Klimek die Gründe für die Unfälle näher untersucht, teilte das Inselspital am Sonntag mit. Auch bei anderen modernen Sportgeräten - etwa den Mini-Trottinetten - seien die Unfallzahlen gestiegen, nirgends aber so stark wie beim Trampolin. Zwischen 2003 und 2009 verletzten sich insgesamt 265 Kinder.

Klimek und sein Team fanden heraus, dass die meisten Kinder verunfallten, als sie zu zweit oder dritt auf dem Trampolin sprangen. Sie seien zum Zeitpunkt der Verletzung meist schon seit 11 bis 20 Minuten mit dem Hüpfen beschäftigt. Die Verletzungen betrafen vor allem Arme, Beine und auch der Kopf.

Anders als erwartet erleiden nicht etwa Kinder, die Anfänger auf dem Trampolin seien, besonders viele Unfälle – sondern solche, die bereits Erfahrung mit dem Gerät hätten. Sie trauen sich offenbar mehr zu – und manchmal zu viel. Studienleiter Klimek rät Eltern in einer Mitteilung des Inselspitals deshalb, die Kinder einzeln springen zu lassen und sie zu beaufsichtigen: Das Trampolin eigne sich nämlich nicht als «Babysitter».

SDA/raa

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