Zum Hauptinhalt springen

Antarktis: Ozonschicht könnte 2070 den ursprünglichen Zustand erreichen

Ungewöhnliche Wetterbedingungen waren nicht nur in der Arktis, sondern auch in der Antarktis für einen Rekord verantwortlich. Das Ozonloch über dem Südpol war im letzten Oktober noch nie so klein seit 1982, wie die US-Weltraumagentur Nasa anhand von Satellitendaten berichtet.

Die Forscher relativieren allerdings: Es handle sich dabei nicht um eine «plötzliche beschleunigte Erholung» der für den Menschen lebenswichtigen Ozonschicht. Der Grund für das erstaunliche Phänomen sind bestimmte Wetterbedingungen, die im antarktischen Spätwinter und Frühling, also im September und Oktober, zu einer ungewöhnlichen Erwärmung der höheren Luftschichten führten.

Das war ein Einzelereignis. Generell erholt sich die Ozonschicht langsamer, als die Wissenschaftler erwarteten. Das Montreal-Protokoll, das Produktion und Verbrauch ozonschädigender Substanzen, vor allem die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), kontrolliert, ist seit 1989 in Kraft. Seither sind die Stoffe in der Atmosphäre massiv reduziert worden. Dennoch geht die Erholung langsam vor sich. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Ozonmenge zwar stabilisiert, dennoch sind die Schwankungen von Jahr zu Jahr immer noch gross. Studien zeigen sogar, dass die Ozonwerte nicht überall in der Stratosphäre in einer Höhe zwischen 10 und 50 Kilometern Anzeichen einer Besserung aufzeigen. Bisher rätseln die Wissenschaftler über die Ursache. Nach dem aktuellen Wissen rechnen Ozonforscher, dass die Ozonschicht über der Antarktis den natürlichen Zustand vor 1980 bis 2070 wieder erreichen könnte.

Ein Erfolg des Montreal-Protokolls kommt nicht nur der Ozonschicht zugute. Mit dem Verbot der FCKW wurde auch die Produktion von Substanzen verhindert, die wie das Treibhausgas CO2 einen wärmenden Effekt auf die Atmosphäre haben. Neue Modellrechnungen zeigen, dass die FCKW für die starke Erwärmung der Arktis mitverantwortlich sein könnten. (lae)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch