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Der erste grosse Seeräuber

Vor 15 Jahren entdeckten Paläontologen in Nevada einen massiven Schädel mit riesigen Zähnen. Heute gilt das Fossil als Sensation: Kein Lebewesen zuvor beherrschte die Weltmeere so klar.

Im uralten Gestein der Gebirgsketten von Nevada schlummern massenhaft Überreste ausgestorbener Tiere: Schalen von Krebsen, Muscheln und Tintenfischen liegen neben Skeletten von Fischen und Meeressauriern. Sie alle zeugen davon, dass sich dort vor 250 Millionen Jahren ein Ozean befand. In dieser Einöde hat der Bonner Paläontologe Martin Sander vor einigen Jahren mit Kollegen ein versteinertes Skelett aufgespürt, das viele mühselige Wanderungen wert war. Es handelt sich, wie jetzt das amerikanische Fachmagazin PNAS berichtet, um einen aussergewöhnlichen Ichthyosaurier oder Fischsaurier.

Diese Wirbeltiere lebten zur gleichen Zeit wie die Dinosaurier. Auch sie stammten von landlebenden Tieren ab, passten sich jedoch einer aquatischen Lebensweise an und beherrschten mit ihren zahlreichen Vertretern 160 Millionen Jahre lang die Meere des Erdmittelalters, bevor sie vor rund 90 Millionen Jahren ausstarben.

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