Zum Hauptinhalt springen

Erhöhung des Meeresspiegels wurde massiv unterschätzt

In der Antarktis sind tiefgreifende Veränderungen messbar, die in diesem Jahrhundert die Erde stärker als erwartet verändern können.

Martin Läubli
Die Front des Pine Island Glacier zersplittert. Bild vom Copernicus-Sentinel-Satellit (11. Februar 2020). Foto: ESA
Die Front des Pine Island Glacier zersplittert. Bild vom Copernicus-Sentinel-Satellit (11. Februar 2020). Foto: ESA

Brasilianische Forscher melden einen Wärmerekord in der Antarktis. Die Wissenschaftler der Bundesuniversität Viçosa haben am 9. Februar auf der Seymour-Insel, östlich der Spitze der Antarktischen Halbinsel, 20,75 Grad Celsius gemessen. Auch wenn das ein einzelnes Wetterereignis ist und vermutlich kein direkter Zusammenhang mit dem Klimawandel besteht, so passt die extreme Erwärmung zu den tiefgreifenden Veränderungen in der antarktischen Region. Nirgendwo auf der Welt wurde es gemäss der Internationalen Wetterorganisation WMO so schnell wärmer als auf der antarktischen Halbinsel, beinahe drei Grad in den letzten 50 Jahren. Der jährliche Eisverlust des antarktischen Eisschildes hat sich zwischen 1979 und 2017 mindestens versechsfacht.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen