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Forscher staunen über Riesenkrake

Tellergrosse Augen, Arme dick wie Feuerwehrschläuche und 350 Kilogramm schwer: In Neuseeland wird derzeit ein wahres Prachtsexemplar von Tintenfisch untersucht.

Ging dem Kapitän John Bennett im Rossmeer in der Antarktis ins Netz: Der Riesentintenfisch. (Dezember 2013)
Ging dem Kapitän John Bennett im Rossmeer in der Antarktis ins Netz: Der Riesentintenfisch. (Dezember 2013)
San Aspring, Keystone
Extrem seltenes Exemplar: Forscher der Universität Auckland untersuchen den Koloss-Kalmar. (16. September 2014)
Extrem seltenes Exemplar: Forscher der Universität Auckland untersuchen den Koloss-Kalmar. (16. September 2014)
Marty Melville, AFP
Das Tier wurde in einer Meerestiefe von eineinhalb Kilometern gefangen: Ein Arm der Riesenkrake. (16. September 2014)
Das Tier wurde in einer Meerestiefe von eineinhalb Kilometern gefangen: Ein Arm der Riesenkrake. (16. September 2014)
Nick Perry, Keystone
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Forscher in Neuseeland haben ein Exemplar des extrem seltenen Koloss-Kalmars untersucht. Das in einer Meerestiefe von eineinhalb Kilometern gefangene Tier wurde am Dienstag nach acht Monaten aufgetaut und von den Wissenschaftlern inspiziert. 142'000 Internetnutzer aus 180 Länder konnten über einen eigens eingerichteten Live-Stream zuschauen.

Der Koloss-Kalmar, den Kapitän John Bennett und seine Crew im Dezember aus dem Rossmeer in der Antarktis zogen, ist ein Weibchen und wiegt 350 Kilogramm. Die acht Arme sind über einen Meter lang, die beiden Tentakel, über die das Tier zusätzlich verfügt, waren möglicherweise doppelt so lang, wurden aber beschädigt.

«Das ist im Grunde ein intaktes Exemplar, was uns eine beinahe einmalige Möglichkeit zur Untersuchung gibt», sagte Kat Bolstad von der Auckland University of Technology, die das Forscherteam leitete.

Koloss-Kalmare werden nur selten gefangen. Lange nährten Sichtungen der riesigen Tiere die Erzählungen von Seeleuten. Für Kapitän Bennett und die Besatzung seines Fischerboots «San Aspiring» ist es erstaunlicherweise bereits der zweite Koloss-Kalmar, der ihnen ins Netz ging. Vor sieben Jahren zogen sie einen aus dem Wasser, der jetzt im neuseeländischen Nationalmuseum Te Papa ausgestellt ist.

Es habe damals so viel Aufregung gegeben, dass er beim Fang des zweiten im Dezember sofort entschied, ihn für die Wissenschaft zu erhalten. «Er war noch halb am Leben, er hing noch an einem Fisch», sagte er.

Die Forscher wollten nun mehr über die Lebensumstände des Tieres herausfinden, wo es in der Nahrungskette stehe und wie viele genetische Variationen es unter den verschiedenen Exemplaren gebe, sagte Susan Waugh, Chefkuratorin am Te Papa. Weitere Untersuchungen seien nötig, bevor entschieden werde, ob auch dieser Koloss-Kalmar öffentlich ausgestellt werde.

AP/thu

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