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Genies aus Tierwelt (5): Der berühmteste Papagei

Mit seinem Können brachte es der afrikanische Graupapagei Alex in die «New York Times» und sogar ins Fernsehen.

ORF 2 präsentierte in einem Zweiteiler («Universum – Tierische Genies») Tiere mit aussergewöhnlichen Fähigkeiten. Wir präsentieren heute einige davon – zum Beispiel Graupapagei Alex, dessen Wortgebrauch über einen Zeitraum von 30 Jahren von der Tierpsychologin Irene Pepperberg untersucht wurde. Alex war nicht nur in der Lage zu sprechen, sondern konnte auch Formen, Farben und Materialien bewerten und unterscheiden.

Graupapageien sind bekannt dafür, dass sie menschliche Laute imitieren können. Wissenschaftlerin Pepperberg wollte jedoch einen Schritt weiter gehen: Alex sollte nicht nur den Klang, sondern auch den Sinn der Wörter lernen. Mit einem speziellen Schulungsverfahren machte sie sich an die Arbeit. Sie zeigte einer Assistentin Gegenstände, welche die Antwort bewusst überbetonte. Bei einer richtigen Antwort erntete sie Lob und wurde mit dem Gegenstand belohnt. Das alles beobachtete Alex, dessen Interesse damit schon bald geweckt war. Und er lernte schnell. Zeigte Pepperberg zum Beispiel der Assistentin einen Korken, meldete sich plötzlich Alex und krächzte «Korken».

Wie viele blaue Schlüssel?

Nach vielen Sitzungen war er gar so weit, schwierige Fragen zu beantworten: Pepperberg zeigte ihm beispielsweise zwei blaue und drei rote Schlüssel und fragte: «Wie viele blaue Schlüssel?» Alex: «Zwei». Auf die Frage, was verschieden sei, antwortete er: «Farbe». Der Papagei konnte Farben und Materialien erkennen sowie Zahlen und Buchstaben. Und er beschrieb also nicht nur Gegenstände, sondern verstand auch Begriffe wie «gleich» und «anders».

«Alex steht auf dem intellektuellen Niveau eines fünfjährigen Kindes», sagte die Forscherin in einem Artikel von Spiegel.de.

Sein Tod im Alter von 31 Jahren sorgte 2007 für weltweite Schlagzeilen.

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