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Goms will zur «wolffreien Zone» werden

In der Region Goms hat der Wolf in diesem Jahr rund 20 Schafe gerissen. Nun haben die Behörden genug.

Wurde als erster Wolfsnachwuchs in der Schweiz gesichtet: Ein Wolfswelpen im Calandamassiv.
Wurde als erster Wolfsnachwuchs in der Schweiz gesichtet: Ein Wolfswelpen im Calandamassiv.

Die Gemeindebehörden im oberen Teil des Goms im Wallis wollen keine Wölfe mehr in ihrer Region. Sie verlangen in einer Stellungnahme, dass ihr Gebiet zur «wolffreien Zone» erklärt werde.

In diesem Jahr hat der Wolf bereits rund 20 Schafe in der Region gerissen. Das Raubtier hat zudem die Überreste eines getöteten Rehs nur rund 50 Meter von einem Bahnhof entfernt liegen gelassen. Zudem sei der Wolf auch in den Gässchen eines Dorfes in der Region gesichtet worden, beklagen sich die Behörden.

Wölfe umgesiedelt

Das Goms sei nicht ein Gebiet für grosse Raubtiere, welche die Sicherheit, Nachhaltigkeit und Entwicklung des Tals gefährdeten, schreiben die Gemeindepräsidenten. Sie verlangen, dass alle Wölfe in der Region umgesiedelt werden.

Die Landwirtschaft sei ein Garant für eine intakte Natur. Die extensive Landwirtschaft sei aber nicht möglich ohne die Nutztierhaltung. Diese dürfe nicht durch den Wolf gefährdet werden.

Die Topografie des Tals erschwert die Überwachung der Schafherden. Und die zahlreichen Spazierwege verhinderten den Einsatz von Wachhunden, weil es sonst zu Konflikten mit den Wanderern komme. Die Gemeindepräsidenten weisen auch darauf hin, dass die Erklärung von Bern zum Schutz des Wolfs Ausnahmen vorsehe.

SDA/wid

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