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Landwirtschaftsvögel leiden unter dichter Bodenvegetation

In der Schweiz gibt es immer weniger Insekten fressende Vögel. Das haben Forscher der Universität Bern und der Schweizerischen Vogelwarte Sempach nachgewiesen.

Ihre Erkenntnisse haben sie in der Zeitschrift «PLoS ONE» publiziert, wie die Uni Bern am Montag mitteilte. Die Forscher wollten wissen, warum Landwirtschaftsvögel wie der Gartenrotschwanz, die Heidelerche, der Wendehals und der Wiedehopf in Mitteleuropa immer seltener vorkommen.

Hauptfaktor Bodenvegetation

Mit Hilfe von winzigen Telemetrie-Sendern untersuchten sie das Nahrungssuchverhalten der vier Vogelarten in verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen. Die Resultate sind eindeutig: Der Hauptfaktor bei der Nahrungssuche ist die Struktur der Bodenvegetation.

In allen untersuchten Kulturen - Niederstamm- und Hochstammobstgärten, Reben - bevorzugten die Vögel stark die Orte mit lückiger Bodenvegetation. Der offene Boden ermöglicht es den Vögeln, Insekten zu erbeuten, während die nahe Vegetation sicherstellt, dass sich Insekten entwickeln können.

Zurzeit gibt es laut Uni Bern in ganz Europa keine ökologische Ausgleichsmassnahme, die eine lückige Bodenvegation aktiv fördert oder schafft. Die Forscher schlagen vor, die Massnahmen entsprechend anzupassen. Dann könnten sich die Bestände vieler Vogelarten erholen.

SDA/pk

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