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Wenn Sterne explodieren

Der Krabbennebel ist das Überbleibsel einer Supernova, die Sterngucker vor fast 1000 Jahren auf der Erde beobachtet hatten.

Überreste einer Sternexplosion, die auf der Erde sogar am Tag zu sehen war.
Überreste einer Sternexplosion, die auf der Erde sogar am Tag zu sehen war.
Nasa, ESA, J. Hester and A. Loll (Arizona State University)

Im Sommer 1054 bemerkten Sternbeobachter in China und Nordamerika einen neuen Himmelskörper, der so hell war, dass er selbst am Tag zu erkennen war. Der Spuk dauerte einige Monate, danach verblasste der Stern und geriet in Vergessenheit. Erst im 18. Jahrhundert beobachtete ein britischer Astronom an der gleichen Stelle zwischen den Hörnern des Sternbilds Stier einen blassen Nebel, der 1844 aufgrund seiner Umrisse den Beinamen Krabbennebel erhielt. Heute ist klar, dass die Menschen vor fast 1000 Jahren eine Supernova beobachtet hatten.

Zu einer solchen Sternexplosion kommt es am Lebensende von sehr massereichen Sternen. Wenn deren Brennstoff erschöpft ist, werden sie instabil, kollabieren und setzen dabei riesige Energiemengen frei. Am Ende bleibt ein Schwarzes Loch oder – wie beim Krabbennebel – ein Neutronenstern. Dies sind die kleinsten und dichtesten Sterne, die man kennt: Sie haben nur einen Durchmesser von rund 20 Kilometern und gleichzeitig etwa die Masse unserer Sonne. Ein solcher Neutronenstern befindet sich auch im Zentrum des Krabbennebels, wo er sich mit 390-mal pro Sekunde sehr schnell um die eigene Achse dreht. Der Nebel selber ist eigentlich ein Netz aus strahlenden Trümmern der Sternexplosion.

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