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Weshalb Vogelspinnen Angst vor Wespen haben

Vogelspinnen jagen vielen Menschen Angst ein. Aber auch die Spinnen selbst haben Angst, und zwar vor einer Wespe.

Ungleicher Kampf mitten in der Wüste von Arizona: Ein Tarantulafalke gegen eine Vogelspinne. (Video: Tamedia/Caters via AP)

Es ist ein aussergewöhnlicher Kampf, den eine amerikanische Familie auf einer Wanderung in der Sonora-Wüste in Arizona gefilmt hat. Eine riesige Wespe und eine Vogelspinne ringen miteinander.

Auf den ersten Blick scheint es ein ungleicher Kampf zu sein, den das Insekt angezettelt hat. Doch die Wespe ist in Wahrheit der grösste Feind der Vogelspinne. Es handelt sich dabei um die Pepsis formosa, auch Tarantulafalke genannt.

Eines der schmerzhaftesten Nervengifte im Tierreich

Die Weibchen dieser Wespenart werden bis zu fünf Zentimeter lang und verfügen über ein Nervengift, das zu den schmerzhaftesten im Tierreich gehört. Damit lähmen sie die Vogelspinne, zerren ihr Opfer in eine Höhle und legen dann ein Ei auf ihm ab. Die Larve der Wespe ernährt sich dann von der noch lebenden Spinne.

Dass das Insekt im Deutschen Tarantulafalke genannt wird, liegt an einem Sprachproblem. Die Wespe jagt keine Taranteln, sondern ausschliesslich Vogelspinnen. Im Englischen heisst die Vogelspinne jedoch «tarantula». Schuld ist die Geschichte: Als europäische Eroberer Amerika erkundeten, stiessen sie auf Spinnen, die den in Südeuropa heimischen Taranteln ähnelten. Sie nannten sie folglich «tarantula», obwohl sie eigentlich auf Vogelspinnen gestossen waren.

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