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«Wir finden auch Königspythons»

In Genf wird über den Artenschutz konferiert, derweil der Handel mit verbotenen Pflanzen und Tieren boomt. Experte Mathias Lörtscher über bizarre Funde beim Zoll.

Barbara Reye
Felle von artengeschützten Tieren, die in der Schweiz beschlagnahmt worden sind und sich jetzt im Lagerraum des Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) befinden.
Felle von artengeschützten Tieren, die in der Schweiz beschlagnahmt worden sind und sich jetzt im Lagerraum des Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) befinden.
BLV
261 Vogelspinnen hat ein Schweizer von der Dominikanischen Republik illegal in die Schweiz bringen wollen. Die Zöllner am Flughafen Zürich fanden die Tiere vor ein paar Jahren in sechs Schachteln. Sie waren einzeln in Kunststoffbeutel verpackt.
261 Vogelspinnen hat ein Schweizer von der Dominikanischen Republik illegal in die Schweiz bringen wollen. Die Zöllner am Flughafen Zürich fanden die Tiere vor ein paar Jahren in sechs Schachteln. Sie waren einzeln in Kunststoffbeutel verpackt.
Zollfahndung Zürich, Keystone
Vom Affen bis hin zu Schnitzereien aus Elfenbein oder Reptilien in Alkohol - die verbotenen Souvenirs der Reisenden wurden im Ausstellungsraum der Eidgenössischen Zollverwaltung am Flughafen Zürich gezeigt.
Vom Affen bis hin zu Schnitzereien aus Elfenbein oder Reptilien in Alkohol - die verbotenen Souvenirs der Reisenden wurden im Ausstellungsraum der Eidgenössischen Zollverwaltung am Flughafen Zürich gezeigt.
Kilian J. Kessler (Ex-Press)
Am 6. Juli 2015 haben Mitarbeitende der Zollstelle Zürich-Flughafen bei einer Kontrolle im Reiseverkehr rund 262 kg Elfenbein und 1 kg Fangzähne und Krallen von Löwen sichergestellt.
Am 6. Juli 2015 haben Mitarbeitende der Zollstelle Zürich-Flughafen bei einer Kontrolle im Reiseverkehr rund 262 kg Elfenbein und 1 kg Fangzähne und Krallen von Löwen sichergestellt.
Thomas Egli
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Herr Lörtscher, 2018 hat der Schweizer Zoll 747 Sendungen entdeckt, die gegen dasWashingtoner Artenschutz­abkommen Cites verstossen. Wie erklären Sie sich die ­Zunahme um fast ein Viertel im Vergleich zu 2017?

Der Schweizer Zoll hat jetzt auch den Artenschutz als Priorität eingestuft. Er kontrolliert mehr und findet auch mehr verbotene Pflanzen- und Tierarten. Darunter sind Mitbringsel von Touristen wie etwa Korallen, Muscheln oder Dufthölzer. Und dann gibt es Leute, die in einer Flasche mit Alkohol eine kleine Kobra und einen Skorpion als Souvenir mit nach Hause nehmen. Das verstehe ich überhaupt nicht. Sehr gestört hat mich, dass jemand versuchte, einen Affenschädel zu importieren, der ­innen mit Silber beschlagen war – vermutlich, um dort ein gewisses weisses Pulver reinzutun.

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