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Der Streit um den Untergrund

Weil der Platz an der Oberfläche knapp ist, verlagert man immer mehr Bauten unter den Boden. Dort kommen sich private Erdsonden und staatliche Leitungen in die Quere.

In den Katakomben unter Berns Bahnhofplatz:  Durch die drei Hauptstromkabel zucken 132000 Volt.
In den Katakomben unter Berns Bahnhofplatz: Durch die drei Hauptstromkabel zucken 132000 Volt.
Stefan Anderegg

Die Zukunft der Schweiz spielt sich unter dem Boden ab. Die Neat-Tunnel, ein Atommüll-Lager, Erdwärmesysteme, der Berner Tiefbahnhof: All diese Grossprojekte liegen im Untergrund.

Es sind gute Zeiten für Geologen wie Pieter Ouwehand. Er hat so etwas wie einen Röntgenblick. Wenn er im Revier um sein Geologie- und Umweltbüro beim Solothurner Bahnhof unterwegs ist, scheint er zu sehen, was sich unter der Oberfläche verbirgt: Reste von Solothurns Stadtmauer, das Gewirr der Leitungen, der Strom des Grundwassers. Er hebt einen kleinen Schachtdeckel. An einem Messband lässt er einen Schwimmer hinunter. «3 Meter 42 Zentimeter», liest er den Grundwasserspiegel unter Boden ab.

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