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Die Musik spielt in jedem Raum

Smooth-Jazz im Bad, Nachrichten in der Küche, Pop im Kinderzimmer: Dank Funklautsprechern und der richtigen Smartphone-App ertönt in jedem Raum die passende Musik. Doch die vernetzten Boxen können noch viel mehr.

Hersteller: AmazonEinstiegsmodell: EchoPreis: 99 EuroWeitere Modelle: Amazon Echo PlusUnterstützte Musikdienste (Auswahl): Amazon Music, Spotifa, Tune-in.
Hersteller: AmazonEinstiegsmodell: EchoPreis: 99 EuroWeitere Modelle: Amazon Echo PlusUnterstützte Musikdienste (Auswahl): Amazon Music, Spotifa, Tune-in.
zvg
Hersteller: BluesoundEinstiegsmodell: Pulse FlexPreis: 400 FrankenWeitere Modelle: Stereoboxen, Soundbar, Center, SubwooferUnterstützte Musikdienste (Auswahl): Spotify, Deezer, Napster, Tune-in.
Hersteller: BluesoundEinstiegsmodell: Pulse FlexPreis: 400 FrankenWeitere Modelle: Stereoboxen, Soundbar, Center, SubwooferUnterstützte Musikdienste (Auswahl): Spotify, Deezer, Napster, Tune-in.
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Hersteller: YamahaEinstiegsmodell: WX-010Preis: 200 FrankenWeitere Modelle: Stereo- und Monoboxen, Soundbar, Center, SubwooferUnterstützte Musikdienste (Auswahl): Spotify, Napster, V-Tuner.
Hersteller: YamahaEinstiegsmodell: WX-010Preis: 200 FrankenWeitere Modelle: Stereo- und Monoboxen, Soundbar, Center, SubwooferUnterstützte Musikdienste (Auswahl): Spotify, Napster, V-Tuner.
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In vielen Haushalten ist die Stereoanlage noch immer das musikalische Zentrum. Sie spielt CDs, Radio, Langspielplatten, Kassetten und allenfalls digitale Musik. Die Nachteile: Steuern lässt sich die Anlage nur zentral. Sie spielt immer nur ein Medium gleichzeitig ab. Und die angeschlossenen Boxen beschallen in der Regel lediglich einen einzigen Raum.

Es gibt aber modernere Lösungen. Diese sind praktischer und flexibler. Solche Anlagen klingen fast genauso gut und kosten nicht viel. Ein normales Smartphone, die App eines Musikdienstes und einige Funklautsprecher reichen dafür aus, das Haus mit unterschiedlicher Musik zu versorgen.

In der Fachwelt spricht man von Multiroom-Anlagen. Das Interesse daran nimmt derzeit stark zu. Das haben auch die grossen Hersteller erkannt. Neben dem amerikanischen Vorreiter Sonos, der mit seinem System seit zehn Jahren auf dem Markt ist, haben in jüngster Zeit etablierte Hi-Fi-Hersteller wie Yamaha, Denon, Bose, JBL und Harman-Kardon Multiroom-Lautsprecher ins Sortiment aufgenommen.

Audiokabel sind überflüssig

Multiroom-Lautsprecher benötigen lediglich eine Steckdose zum Betrieb. Die Musik erhält die Box nicht per Kabel, sondern über ihr eingebautes WLAN-Modul. Dadurch kann die Box überall aufgestellt werden, wo das Si­gnal des Routers hinreicht. Doch woher kommt die Musik? Am einfachsten installiert man eine App auf dem Smartphone oder Tablet und lässt dieses Gerät die Funkboxen bespielen.

Wer ein Abo bei einem Musikdienst wie Spotify, Deezer oder Amazon hat, kann Millionen von Liedern, die persönlichen Playlists oder auch Hörbücher im ganzen Haus abspielen. Radio-Apps wie Tune-in oder V-Radio liefern Zehntausende Sender. Auch MP3-Dateien vom Computer oder von einer ins Heimnetzwerk eingebundenen Festplatte lassen sich über solche Boxen wiedergeben.

Bei mehreren im Haus installierten Lautsprechern können die Nutzer entscheiden, ob alle die gleiche Musik abspielen sollen. Alternativ lässt sich beispielsweise auch in der Küche ein Hörbuch abspielen, während im Bad die Morgennachrichten und im Wohnzimmer der Lieblingssender im Internetradio läuft.

Besser alles aus einer Hand

Unschön ist indes, dass in der Regel nur Boxen desselben Herstellers zusammenspielen. Vor dem ersten Kauf gilt es also abzuklären, bei welchem Hersteller man sich hinsichtlich Design, Bedienung und Kompatibilität zu den gewünschten Musikdiensten am besten aufgehoben fühlt.

Alle Hersteller bieten unterschiedliche Lautsprecherkategorien an. Die Preise der kompakten Multiroom-Modelle beginnen bei rund 200 Franken. Sie reichen für kleinere Räume, spielen nur mono, lassen sich dafür aber unauffällig im Küchenregal aufstellen oder unkompliziert mit in einen anderen Raum mitnehmen. Die moderne Technik zaubert selbst aus den kleinen Boxen kräftige Bässe und saubere Höhen. Vorreiter Sonos misst dabei den Raum einmalig über das Mikrofon des Smartphones ein und passt die Frequenzen an. Ähnliches plant auch Apple für den angekündigten Homepod-Lautsprecher. Bei den meisten Multiroom-Systemen lassen sich zwei kleine Monoboxen zusammenschalten, um damit Stereoklang zu erzeugen.

Der Lautsprecher hört mit

Einige moderne Lautsprecher verfügen über ein eingebautes Mikrofon. Sie lassen sich auf Zuruf steuern, was die Bedienung stark vereinfachen kann: Ganz ohne irgendetwas zu drücken, kann man etwa die Lautstärke ­anpassen oder sogar nach einem Song suchen. Manche können sogar einfache Fragen beantworten. Die Kehrseite: Die Lautsprecher hören stets mit, was im Raum gesprochen wird.

Sonos und Bose haben als Erste in ihre Einstiegslautsprecher Amazons digitale Assistentin Alexa integriert. Bald sollen ihre Lautsprecher auch mit anderen Systemen wie Google Home oder Siri von Apple funktionieren. Ältere Multiroom-Boxen ohne Assistentenfunktion lassen sich bei Sonos über ein Alexa-fähiges Gerät wie den Echo oder Fire TV auf Sprachsteuerung nachrüsten. Andere Hersteller von Multiroom-Boxen planen Ähnliches.

Teurere Multiroom-Boxen eignen sich mit ihren grösseren Dimensionen eher für das Wohnzimmer und liefern durch mehrere eingebaute Lautsprecher ein deutlich besseres und kraftvolleres Klangbild. Hierfür muss der Kunde allerdings 400 bis 500 Franken investieren. Wer auch Spielfilme auf dem Fernseher mit Dolby-Surround-Sound ausgeben möchte, findet bei den meisten Herstellern WLAN-fähige Subwoofer und Centerlautsprecher, die sich mit den Multiroom-Boxen kombinieren lassen.

Stehen aber gute, alte Boxen und eine schöne Stereoanlage in der Stube, kann man diese auch weiternutzen: Über einen Adapter beispielsweise von Denon, Yamaha oder Sonos lassen sich auch Boxen und Geräte älterer Bauart im Handumdrehen WLAN-fähig machen und ins Multiroom-System integrieren.

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