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«Die Schweiz profitiert enorm von diesem Teilchenbeschleuniger»

Forscher debattieren über den Kauf eines Beschleunigers, der bis zu 28 Milliarden kosten könnte. Wie lässt sich das rechtfertigen? ETH-Physiker Rainer Wallny nimmt Stellung.

Vom Bau des Teilchenbeschleunigers LHC am Cern profitierte nicht nur die Grundlagenforschung, sondern auch die Industrie. Foto: Christian Beutler (Keystone)
Vom Bau des Teilchenbeschleunigers LHC am Cern profitierte nicht nur die Grundlagenforschung, sondern auch die Industrie. Foto: Christian Beutler (Keystone)

Klimawandel, Coronavirus, künstliche Intelligenz – das sind die Themen, die uns heute bewegen. Da wirkt Teilchenphysik wie unnötiger Luxus. Wie lässt es sich rechtfertigen, möglicherweise bis zu 28 Milliarden Franken für einen Beschleuniger auszugeben?

Um gesellschaftliche Probleme zu lösen, von denen Sie jetzt einige aufgezählt haben, gibt es zwei Herangehensweisen. Da ist erstens die direkte, anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung. Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung des MP3-Formats für Musik. Die Herausforderung war, Musikdaten durch die damals noch beschränkten Datenkanäle zu bringen. Das war ein Forschungsprogramm mit einer klaren Aufgabe und einem klaren Ziel. Daneben gibt es einen indirekten Modus.

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