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Die Ursuppe ist angerichtet

Physikern am Cern nahe Genf ist es gelungen, den Zustand der Materie kurz nach Urknall und der Geburt des Universums herzustellen.

Das Quark-Gluonen-Plasma wurde durch die Kollision von Blei-Ionen im Teilchenbeschleuniger LHC in Genf hergestellt. Mit der Beschleunigung der Blei-Ionen wurde vor rund drei Wochen begonnen, wie das Cern am Freitag mitteilte. Durch die Kollision wurden extrem hohe Temperaturen erzeugt, 100'000 Mal höhere als sie im Zentrum der Sonne herrschen, wie Jürgen Schukraft, Pressesprecher beim Alice-Detektor erklärte.

Bei solchen Temperaturen schmilzt alle Materie und es entsteht das so genannte Quark-Gluon-Plasma. Diesen Zustand herstellen zu können ist für die Forscher keine Überraschung – doch die Intensität der Reaktionen viel stärker als erwartet. Die Resultate müssen noch analysiert werden, damit der Vorgang besser verstanden werden kann.

Experimente mit Blei-Ionen

Die Physiker des Cern konnten mehrfach das Phänomen des «Jet quenching» beobachten. Die Detektoren konnten beim Zusammenstoss der Atomkerne solche Teilchenjets messen. Da es sich um Blei-Ionen handelte, wurden die Jets gewissermassen absorbiert. Dies lässt vermuten, dass die Materie viel dichter ist, als bisher angenommen.

Der LHC forscht seit diesem Herbst erstmals mit den schweren Blei-Ionen, nachdem zuvor sieben Monate lang Versuche mit leichten Wasserstoffkernen (Protonen) gelaufen waren. Aus dem «Quark-Gluon-Plasma» hoffen die Forscher, mehr über die Starke Kraft zu lernen, eine der vier fundamentalen Naturkräfte. Die Starke Kraft hält die Atomkerne zusammen.

SDA/raa

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