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Eine Grünfläche unter den Strassen von Manhattan

In New York ist der Platz für Stadtparks begrenzt. Deshalb ist bei der Planung von Erholungsgebieten unkonventionelles Denken gefragt. Eine neue Grünfläche soll in einem alten unterirdischen Bahnhof entstehen.

New York ist bekannt dafür, zur Erschaffung von Erholungsgebieten keinen Aufwand zu scheuen. Der Central Park etwa, New Yorks grüne Lunge und der wohl berühmteste Stadtpark der Welt, wurde im 19 Jahrhundert praktisch von Grund auf modelliert. Wege, Hügel und sogar Seen entstanden nach den Wünschen von zwei Designern.

Ein neues Projekt knüpft nun auf aussergewöhnliche Art an die Geschichte der künstlich geschaffenen Grünfläche im Big Apple an. Nicht ein sumpfiges Stück Land soll diesmal als Grundlage für einen Park dienen, sondern die feucht-schimmligen Ruinen einer alten unterirdischen Tramstation. Die grüne Lunge von Architekt James Ramsey und seinem Team soll im 8000 Quadratmeter umfassenden einstigen Terminal unter der Delancey Street erschaffen werden, berichtet das «New York Magazine».

Licht in die Dunkelheit

Zwischen Wolkenkratzern und Strassenschluchten ist der Platz in der Millionenmetropole stark limitiert. Wer in der Stadt einen neuen Park anlegen will, muss unkonventionell denken. Dies taten beispielsweise die New Yorker Joshua David und Robert Hammond. Sie verwandelten ein fast zweieinhalb Kilometer langes Stück eines einstigen Bahnviadukts in Westmanhattan in einen grünen Streifen Natur. Und dies tut nun auch das Architekturbüro RAAD von Ramsey.

Denn beim Projekt der unterirdischen Grünfläche ist vor allem eines entscheidend: Es muss Licht in die Dunkelheit kommen. Dies soll laut dem Architekten dank Dutzender Sonnenkollektoren geschehen. Auf dem Mittelstreifen der Delancey Street positioniert, werden sie Licht durch Glasfaserkabel in die Tiefe der seit 60 Jahren stillgelegten Halle schicken. Schädliche UV- und Infrarotstrahlen bleiben oben, die Lichtwellen für die Fotosynthese wandern nach unten. «Wir bündeln das Sonnenlicht fast so, wie es die alten Ägypter in ihren Gräbern taten; nur eben mit ultramoderner Technik», meint Ramsey gegenüber dem Magazin.

Ein attraktiver Ort für eine unattraktive Gegend

Der Gründer des Architekturbüros RAAD plant den Park laut dem «Spiegel» zusammen mit zwei Partnern, welche sich um Technologie und Finanzierung kümmern. Als erstes muss die Stadtverwaltung vom Projekt überzeugt werden. Danach wird die Idee eines Parks mit Wänden und Stahlträgern den Anwohnern des Quartiers vorgestellt. Und diese hat Ramsey primär im Hinterkopf, wenn er den Plan denkt: «Dank der Technologie ist es uns möglich, einem wenig geschätzten Viertel eine attraktive Grünfläche zu schenken.»

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