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Jubel bei Nasa-Forschern über geglückte Jupiter-Mission

Kurz vor 6 Uhr MESZ war es soweit: Nach 2800 Millionen Kilometern Reise steuerte Sonde Juno per Autopilot in die Umlaufbahn des Riesenplaneten.

Eine Doppelaufnahme des Jupiters. (27. August 2016)
Eine Doppelaufnahme des Jupiters. (27. August 2016)
EPA/NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS, Keystone
Ziel erreicht: Im Nasa-Center bricht Jubel aus, als die Sonde den Jupiter erreicht. (4. Juli 2016)
Ziel erreicht: Im Nasa-Center bricht Jubel aus, als die Sonde den Jupiter erreicht. (4. Juli 2016)
Ringo H.W. Chiu, Keystone
Am 9. Oktober 2013 schickte die Sonde dieses Bild der Erde an die Nasa. Sie kreiste zu diesem Zeitpunkt um die Erde, um Schwung für den Flug zum Jupiter aufzunehmen.
Am 9. Oktober 2013 schickte die Sonde dieses Bild der Erde an die Nasa. Sie kreiste zu diesem Zeitpunkt um die Erde, um Schwung für den Flug zum Jupiter aufzunehmen.
Nasa, Keystone
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Der Riesenplanet Jupiter hat Besuch von der Erde: Nach fast fünfjähriger Reise durch das Sonnensystem ist die unbemannte Nasa-Sonde Juno bei dem Gasplaneten angekommen und am Dienstagmorgen erfolgreich in eine Umlaufbahn eingeschwenkt.

Das technisch heikle Manöver glückte offenbar wie vorgesehen: «Wir sind drin», rief der Chefentwickler der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Scott Bolton, am Kontrollzentrum in Pasadena. Das Manöver zum Einfädeln der Sonde in die Umlaufbahn sei «das Schwierigste, was die Nasa je gemacht hat».

Die Nasa-Forscher brechen in Jubel aus, als Juno die Jupiter-Umlaufbahn erreicht. (Video: Youtube/VideoFromSpace)

Die kritische Phase der rund eine Milliarde Euro teuren Mission hatte damit begonnen, das Haupttriebwerk von Juno für rund 35 Minuten lang zu zünden, um das Raumfahrzeug abzubremsen und so in einen Jupiter-Orbit zu zwingen. Dieses Manöver war von den Nasa-Experten als besonders spannend bewertet worden, ein Gelingen galt keinesfalls als gesichert. Nach dem geglückten Manöver brach im Nasa-Kontrollzentrum Jubel aus.

«Willkommen beim Jupiter»: Angespannte Stimmung im Nasa-Center, dann die Erleichterung. (Video: Youtube/Earthsky102)

Die Sonde kommt dem grössten Planeten im Sonnensystem so nah wie kein anderes Raumfahrzeug. Dafür legte Juno über fast fünf Jahre hinweg 2,8 Milliarden Kilometer zurück. Nur mit Autopilot-Steuerung bremste die Sonde schliesslich selbst von einer Geschwindigkeit von 250'000 Kilometern pro Stunde ab, um die Jupiter-Umlaufbahn zu erreichen.

In den kommenden 20 Monaten soll sie Detailaufnahmen und Messungen vom Planeten liefern, die Aufschluss über die Entstehung jüngerer Planeten wie der Erde geben könnten.

Juno ist erst die zweite Sonde, die speziell den Jupiter erforschen soll. Die 1989 gestartete Galileo hatte bereits eindrucksvolle Bilder vom Planeten und seinen Monden zurück zur Erde geliefert.

Die rund eine Milliarde Euro teure Expedition hat nun die Aufgabe, durch die dichte Wolkendecke hindurch unter anderem das Gravitations- und Magnetfeld zu vermessen. Die drängendsten Fragen für die Wissenschaftler sind dabei: Wie viel Wasser gibt es? Und: Hat der Planet einen festen Kern?

AP/chk

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