Satellit mit Sonnensegel ins All geschossen

Zehn Jahre musste Lightsail 2 auf seinen ersten Weltraumeinsatz warten. Der Minisatellit soll nun zeigen, dass es auch im All mit alternativem Antrieb vorwärts geht.

Eine Illustration von Planetary Society zeigt das Konzept des Minisatelliten. (AFP/Josh Spradling)

Eine Illustration von Planetary Society zeigt das Konzept des Minisatelliten. (AFP/Josh Spradling)

Ein neuartiger Antrieb für Raumschiffe ist am Dienstag dieser Woche ins All geschossen worden. An Bord einer Falcon Heavy, der leistungsstärksten Rakete des privaten Raumfahrtbetreibers Spacex, ist neben anderer Nutzlast ein Minisatellit mit Sonnensegel in der Erdumlaufbahn platziert worden. Entwickelt von der gemeinnützigen Planetary Society wartete Lightsail 2 seit gut zehn Jahren auf seinen ersten Weltraumeinsatz.

Der würfelförmige Minisatellit ist kleiner als ein Schuhkarton. In den kommenden Tagen soll er jedoch seine wahre Grösse entfalten – buchstäblich. Das Raumfahrzeug wird ein hauchdünnes, rund 32 Quadratmeter grosses quadratisches Segel aus Mylar aufspannen. Dieses soll das Sonnenlicht in Bewegungsenergie umwandeln. Die Photonen der Sonne haben zwar keine Masse, aber sie können sehr wohl einen Impuls übertragen und Objekte anstupsen.

Steuerung wie bei Segelboot

Wissenschaftler werden das Segel von der Erde aus steuern, ähnlich wie ein Segelboot. Am Ende soll es sogar gelingen, den kleinen Satelliten in einen höheren Orbit 725 Kilometer über der Erde zu manövrieren. Die Mission soll vor allem beweisen: Auch im Weltraum sind alternative, kraftstoffsparende Antriebe möglich.

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