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Spionage-Luftschiff zu Testflug gestartet

Das US-Militär hat ein neues Riesen-Luftschiff bei einem Erstflug getestet. Mit Erfolg. Der grösste Zeppelin der Welt könnte schon bald in Afghanistan zum Einsatz kommen – als Ersatz für Drohnen.

Kann bis zu drei Wochen in der Luft bleiben: Der Long Endurance Multi Intelligence Vehicle.
Kann bis zu drei Wochen in der Luft bleiben: Der Long Endurance Multi Intelligence Vehicle.

Die Premiere des Späh-Luftschiffs, Long Endurance Multi Intelligence Vehicle (LEMV) genannt, ging ohne grosse Vorankündigung über die Bühne. Am Dienstag startete die 92 Meter lange Maschine von der Militärbasis in Lakehurst im US-Bundesstaat New Jersey zum Testflug. Dies berichtet die «Financial Times Deutschland».

Und der Versuch war ein Erfolg. «Alle Ziele wurden während des Fluges erreicht», sagte ein Sprecher der US-Streitkräfte gegenüber der Zeitung. Zunächst sei es darum gegangen, einen sichereren Start und eine sichere Landung zu absolvieren und die Flugkontrollsysteme zu erproben.

Drei Wochen in der Luft

Das LEMV ist die Lösung für ein schwerwiegendes Problem im US-Drohnenkrieg. Denn die zurzeit eingesetzten unbemannten Spione müssen nach relativ kurzer Zeit aus Spritmangel wieder zur Basis zurückkehren. Das neue Spezialluftschiff jedoch kann bis zu drei Wochen permanent in der Luft bleiben.

Das neue Luftschiff wurde von dem US-Rüstungskonzern Northrop Grumman und dem britischen Luftschiffspezialisten Hybrid Air Vehicle entwickelt. Ursprünglich haben die USA bereits im 2012 den Einsatz des LEMV in Afghanistan geplant. Doch die Testphase des Zeppelins wurde aus nicht genannten Gründen immer wieder verschoben.

Auf rund 10 Kilometer Höhe

«Beim eineinhalbstündigen Erstflug war das LEMV-Luftschiff bemannt», sagte ein Militärsprecher gegenüber der «Financial Times Deutschland». Die Maschine kann jedoch auch vom Boden aus ferngesteuert werden.

Technisch betrachtet ist das LEMV ein Hybrid-Luftschiff. Wie ein normales Flugzeug hebt es mit Hilfe von aerodynamischem Auftrieb ab und schwebt danach durch das Helium im Rumpf am Himmel. Es kann bis zu 1,25 Tonnen Nutzlast auf rund 10 Kilometer Höhe transportieren. Verbraucht dabei aber weniger als ein Zehntel davon, was andere Flugzeuge mit vergleichbarer Ausrüstung an Bord verbrauchen.

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