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Tiefbohrungen sollen vier AKW ersetzen

Sieben Schweizer Stromkonzerne setzen auf Geothermie. In Zukunft sollen Erdwärmekraftwerke so viel Energie liefern wie die AKW Mühleberg, Beznau I und II und Gösgen zusammen.

Ähnliche Anlagen könnten bald in der Schweiz stehen: Eine Pipeline zum Transport von Dampf beim Geothermiekraftwerk in Larderello in der italienischen Region Toscana. (25. November 2009)
Ähnliche Anlagen könnten bald in der Schweiz stehen: Eine Pipeline zum Transport von Dampf beim Geothermiekraftwerk in Larderello in der italienischen Region Toscana. (25. November 2009)
AFP

Nach den Plänen von sieben Schweizer Stromversorgern hat Geothermie das Potenzial, bis 2050 die AKW-Lücke zu stopfen. Trotz des Erdbebens, welches das Basler Geothermieprojekt 2006 ausgelöst hatte, planen sie bis 2018 in der ganzen Schweiz 15 Bohrungen bis in fünf Kilometer Tiefe, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet.

«Bis 2050 könnte ein Potenzial für Geothermie-Kraftwerke erschlossen werden, das die Produktion von bis zu 17 Milliarden Kilowattstunden Strom ermöglicht», sagt Peter Meier, Geschäftsführer von Geo-Energie Suisse. Dies entspricht der Jahresproduktion der AKW Mühleberg, Beznau I und II sowie Gösgen.

Staatliche Zuschüsse gefordert

Das Vorhaben wird getragen von den Stadtwerken Basel, Bern und Zürich sowie der Elektra Baselland, der Westschweizer EOS und der Tessiner AET. An den Kosten von 700 Millionen Franken für die Standortsuche sowie für fünf Pilotkraftwerke sollen sich der Bund und die Kantone beteiligen, fordert Peter Meier.

CVP-Nationalrätin Kathy Riklin, Präsidentin der Vereinigung für Geothermie, will deshalb einen Förderplan für Geothermie. «Für die Bohrungen und Untersuchungen der Nagra für ein Atommülllager haben wir bereits rund eine Milliarde Franken ausgegeben», so ihr Argument.

FDP-Nationalrat Georges Theiler wird zudem im Juni eine Motion für eine «Tiefengeothermie-Offensive» einreichen. Darin verlangt er die Gründung einer «Taskforce Tiefengeothermie», die Unterstützung der Standortsuche sowie während sechs Jahren 120 Millionen Franken für angewandte Geothermie-Forschung.

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