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«Wir werden den 28. Januar 1986 nie vergessen»

25 Jahre nach der Explosion der US-Raumfähre «Challenger» haben die USA an die bei Nasa-Missionen verunglückten Astronauten erinnert. Die Raumfähre war am 28. Januar 1986 Sekunden nach dem Start explodiert.

«Wir haben gesehen, dass das Erreichen grossartiger Dinge manchmal mit grossen Verlusten einhergeht, und wir trauern um die mutigen Astronauten, die für die Unterstützung von Nasa-Missionen das grösstmögliche Opfer gebracht haben», schrieb US-Präsident Barack Obama in einer Stellungnahme vom Donnerstag, einen Tag vor dem Jahrestag des Unglücks. Nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa kamen bei den Weltraummissionen seit 1964 insgesamt 24 Menschen ums Leben.

Die Raumfähre «Challenger» war am 28. Januar 1986 nur 73 Sekunden nach dem Start in einer Höhe von 14'000 Metern explodiert. Die Nation konnte das Unglück live im Fernsehen verfolgen. Bei der Explosion kamen alle sieben Besatzungsmitglieder ums Leben, darunter auch eine Lehrerin, die von der Raumfahrtbehörde ausgewählt worden war, als erste Nicht-Astronautin ins All zu fliegen. Ingenieure führten die Ursache der Katastrophe auf eine durch die kalte Witterung beschädigte Abdichtung zurück.

«Die Nation wird diese Bilder nie vergessen»

Nasa-Chef Charles Bolden legte bei der Gedenkveranstaltung auf dem nahe Washington gelegenen Nationalfriedhof in Arlington im US-Bundesstaat Virginia einen Kranz nieder. «Dieses Jahr ist das 25. Jahr des Verlusts der Challenger», sagte Bolden. «Die Tragödie hat dazu geführt, dass wir unser System und unsere Prozesse bei unserer Arbeit, die Raumfähren sicherer zu machen, komplett überdacht haben.» Die Nation werde den 28. Januar 1986 nie vergessen, ebenso wenig wie die unauslöschlichen Bilder, erklärte der Nasa-Chef.

Die Nasa erinnerte auch an die anderen schweren Unglücke in der Geschichte der bemannten US-Raumfahrt. Neben dem «Challenger»-Unglück kamen bei einem Feuer an Bord der Raumfähre «Apollo 1» im Jahr 1967 drei Astronauten ums Leben sowie alle sieben Astronauten an Bord der «Columbia», die 2003 beim Landeanflug auf die Erde wegen eines beschädigten Hitzeschilds auseinanderbrach.

USA stellen das Space-Shuttle-Programm ein

Die USA wollen ihr Space-Shuttle-Programm in diesem Jahr einstellen. Die Raumfähre «Discovery» soll am 24. Februar ein letztes Mal ins All starten, die «Endeavour» soll am 19. April folgen. Ende Juni soll die Raumfähre «Atlantis» nach den Plänen der Nasa als letzter Shuttle zur Internationalen Raumstation ISS fliegen - vorausgesetzt, der US-Kongress bewilligt die Finanzierung.

Die Raumfähren haben massgeblich zur Konstruktion der ISS beigetragen - einem im Jahr 1998 begonnenen und mehrere Milliarden Dollar teuren Projekt, das überwiegend von den USA finanziert wurde. Nach der Einstellung der US-Raumfahrtflotte wird die Nasa vorerst russische Raumfähren für Flüge zur ISS nutzen müssen. Vor 2015 wird es aller Voraussicht nach keinen US-Nachfolger geben.

AFP/pbe

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