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Kommt er, oder kommt er doch nicht?

Morgen beginnt mit dem Eröffnungsspiel die Fussball-WM in Südafrika und alle Welt fragt sich, ob Nelson Mandela anwesend sein wird.

Südafrikas grosser Staatsmann: Der 91-jährige Nelson Mandela beim Fototermin mit der südafrikanischen Nationalmannschaft.
Südafrikas grosser Staatsmann: Der 91-jährige Nelson Mandela beim Fototermin mit der südafrikanischen Nationalmannschaft.
Keystone

Mit einer 40-minütigen Show beginnt am Freitag um 14 Uhr die Fussball-WM im Soccer-City-Stadion in Johannesburg. Nebst diverser politischer Grössen soll auch Südafrikas früherer Präsident Nelson Mandela der Eröffnungsfeier beiwohnen.

Der 91-jährige Friedensnobelpreisträger hat sein Kommen angekündigt, falls seine Gesundheit dies zulässt. Dies bestätigte Mandelas Enkel Nkosi Zwelivelile in den letzten Tagen gegenüber den lokalen Medien in Johannesburg. Mandela wolle die Fans und die Spieler kurz begrüssen, die Partie zwischen dem Gastgeber Südafrika und Mexiko aber aller Voraussicht nach zu Hause vor dem Fernseher verfolgen.

Die Macht des Sports

Mandela gilt weltweit als einer der grössten Staatsmänner. Madiba, wie Mandela im Clan der Xhosa heisst, der während des Apartheid-Regimes in Südafrika während 27 Jahren auf Robben Island inhaftiert war, wurde 1994 zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. Bereits kurz nach seiner Freilassung 1990 hatte Mandela die Politik der Versöhnung zwischen den Rassen in Südafrika eingeleitet.

Sport habe die Macht, Menschen zusammenzuführen, hatte Mandela einmal gesagt. Bereits 1995, als Südafrika im eigenen Land überraschend Weltmeister im Rugby geworden war, hatte Mandela, der als treibende Kraft der südafrikanischen Bewerbung für die Fussball- WM gilt, dies am eigenen Leib erfahren.

Ban Ki Moon, Joe Biden und Doris Leuthard

Neben Mandela haben viele weitere Politiker und Prominente aus der ganzen Welt ihren Besuch für die Eröffnungsfeier angekündigt. Neben Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma werden auch seine Amtsvorgänger Thabo Mbeki und Frederik Willem De Klerk, UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, Mexikos Präsident Felipe Calderon, US- Vizepräsident Joe Biden sowie auch Bundespräsidentin Doris Leuthard unter den rund 90'000 Zuschauern in Johannesburg erwartet.

Mehr als 1500 Künstler werden eine eine farbenfrohe Show bieten, die den Titel «Willkommen bei uns in Afrika» trägt. Für die musikalischen Höhepunkte zeigen sich der amerikanische R&B-Sänger R. Kelly und diverse afrikanische Künstler verantwortlich. «Wir sind glücklich. Wir haben die besten unseres Landes und des Kontinents bei uns», sagte Südafrikas Kulturminister Lulu Xingwana.

Alicia Keys und Shakira

Den musikalischen Auftakt zur ersten WM auf dem afrikanischen Kontinent hatte gestern Abend ein Konzert vor rund 30 000 Zuschauern im Orlando Stadion in Soweto gemacht. Neben den internationalen Grössen wie Shakira, Alicia Keys, Juanes und den Black Eyed Peas traten mit der aus Benin stammenden Sängerin Angelique Kidjo sowie dem Soweto Gospel Chor auch afrikanische Künstler auf.

si/jak

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