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30'000 Kunden und sechs Wochen Stress

Der 40-jährige Berner Patrick Brandt bietet mit seiner internationalen Firma an der WM in Südafrika Transportdienste an.

Patrick Brandt fährt vor zum Fototermin am Nelson Mandela Square im noblen Johannesburger Stadtteil Sandton, wobei das in seinem Fall heisst: Er lässt John Maponya, einen seiner Fahrer, vorfahren. Brandt ist Inhaber der Firma «aaa elite global», die sich als weltweiter Event-Ground-Logistic-Partner versteht. Vielleicht kann man das am besten übersetzen mit: Personentransportunternehmen.

Auf jeden Fall hat Patrick Brandt gerade viel zu erledigen, in einer halben Stunde steht im Montecasino schon die nächste Sitzung mit einem Kunden an. Der 40-Jährige ist während sechs Wochen in Südafrika immer auf Achse. Seine Firma transportiert an der WM für Auftraggeber rund 30'000 Leute, von schwerreichen Unternehmern in Luxuslimousinen bis zu jenen 1000 australischen Fans, die mit dem Bus von Durban nach Rustenberg und zurück 35 Stunden unterwegs waren. «Den prominenten Leuten ist Diskretion wichtig», sagt Brandt. «Der Job ist stressig, aber interessant. Man weiss am Morgen nie, was einen erwartet.» So erhielt seine Firma die Bestätigung, in Südafrika Leute transportieren zu dürfen, erst eine Stunde, bevor die ersten Kunden in Johannesburg landeten – der Antrag war zwei Monate vorher bezahlt worden.

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