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Die EinzelkritikYB-Noten: Das ungleiche Duo schlägt zu

Dank seinen Stürmern Jean-Pierre Nsame und Meschack Elia dreht YB gegen Basel die Partie und gewinnt 2:1.

Der eine klein und wendig, der andere gross und wuchtig: Meschack Elia (links) und Jean-Pierre Nsame erzielen gegen Basel die Tore für YB.
Der eine klein und wendig, der andere gross und wuchtig: Meschack Elia (links) und Jean-Pierre Nsame erzielen gegen Basel die Tore für YB.
Foto: Anthony Anex (Keystone)

David von Ballmoos – 5

Braucht sich an diesem eiskalten Samstagabend nicht um seine Körpertemperatur zu sorgen. Der Goalie ist oft gefordert, beim Penalty ist er chancenlos. Spielt gut mit, scheut sich nicht, den eigenen Strafraum zu verlassen. Und leitet mit einem langen Ball das 1:1 durch Nsame ein.

Silvan Hefti – 4

Achtung, fertig, Attacke: Der Aussenverteidiger braust auf rechts immer wieder nach vorne. Kommt so alleine in den ersten 8 Minuten zu zwei Chancen. Hefti überzeugt, mal abgesehen von ein paar wenigen unpräzisen Flanken und diesem unnötigen Foul gegen Pululu, das in der 21. Minute zum Penalty und dem 1:0 für Basel führt.

Mohamed Camara – 4,5

Ermöglicht mit einer Unkonzentriertheit Cabral früh eine Möglichkeit. Es ist der Weckruf: Der Innenverteidiger ist fortan auf der Höhe des Geschehens, er gewinnt fast jeden Zweikampf und beweist auch spielerische Klasse, als er Elia mit einem präzisen, langen, flachen Ball lanciert.

Fabian Lustenberger – 5

Ungewöhnlich, wie er in der eigenen Hälfte den Ball in die Füsse eines Baslers spielt. Ansonsten agiert der Captain, wie man ihn kennt. Kann oft den Zweikampf vermeiden, weil er hervorragend antizipiert. Und wenn er einmal ein 1-gegen-1 bestreiten muss, setzt er sich mit seiner Abgeklärtheit durch.

Ulisses Garcia – 4,5

Erhält aufgrund seiner Agilität hinten links den Vorzug vor Lefort. Seine Kernaufgabe: Basels Dribbelkünstler Zhegrova an die Kette zu legen. Doch erst verursacht Garcia nach einem Missverständnis mit von Ballmoos beinahe ein Eigentor. Es bleibt die einzige Unsicherheit des Linksverteidigers. Garcia ist es, der mit einem Ballgewinn gegen Zhegrova das 2:1 durch Elia einleitet.

Christian Fassnacht – 4

Steht mit einem Fehlpass am Ursprung des 0:1. Seine Flanken wirken oft so, als seien sie auf gut Glück abgegeben. An Einsatz mangelt es dem Nationalspieler nicht: Er arbeitet und rennt unermüdlich, bis er in der 89. Minute erschöpft ausgewechselt wird.

Michel Aebischer – 5

Rückte während der Woche wie Kasami ins Nationalteam nach. Sammelt im Privatduell mit seinem Konkurrenten fleissig Pluspunkte. Aebischer gewinnt nicht nur gegen Kasami etliche Zweikämpfe, sein Wirkungskreis umspannt fast den ganzen Platz. Und er kommt einem Torerfolg mehrmals nahe, seinen dritten und letzten Abschluss kann FCB-Goalie Lindner in der 79. Minute abwehren.

Vincent Sierro – 3,5

Findet nie den Tritt, verliert Bälle und muss sich mit Fouls helfen. Der Walliser steht im zentralen Mittelfeld deutlich im Schatten Aebischers. Und als sich ihm einmal die Chance bietet, wird sein Schuss zum Corner abgelenkt. Ein missglückter Abend.

Miralem Sulejmani – 3,5

Erhält auf dem Flügel den Vorzug vor Ngamaleu, der erst am Donnerstagabend von der Länderspielreise mit Kamerun zurückkehrte. Hat nach 10 Minuten die Führung auf dem Fuss, sein Abschluss wird von Padula geblockt. Fortan schleichen sich Fehlpässe und Ballverluste ins Spiel des Serben ein. Sinnbildlich für seinen glücklosen Auftritt, wie er kurz vor seiner Auswechslung einen Freistoss aus guter Position in die Mauer schiesst.

Meschack Elia – 5

Der Stürmer lässt mit einer Finte Jorge auf den Hintern plumpsen und hat dann Pech, wird sein Schuss im letzten Moment von Kloses Arm geblockt. Der Videoschiedsrichter verzichtet auf einen Eingriff. Elia lässt sich nicht beirren, er flitzt den Baslern weiter um die Ohren. Avanciert nach der Pause zum Matchwinner, als er nach einem Steilpass Nsames den gefühlt fast doppelt so grossen Klose stehen lässt und zum 2:1 trifft.

Jean-Pierre Nsame – 5,5

Erhält von Klose und Cömert eine Sonderbewachung. Wird trotz wenig Raum und Zeit gefährlich. Und als er für einmal Platz hat, enteilt er Cömert und erzielt kurz vor der Pause das wichtige 1:1. Bereitet das 2:1 von Sturmpartner Elia vor. Wirkt bei den Young Boys einmal mehr spielentscheidend mit.

Nicolas Ngamaleu – keine Benotung

67. Minute für Sulejmani.

Fabian Rieder – keine Benotung

67. Minute für Sierro.

Gianluca Gaudino – keine Benotung

77. Minute für Elia.

Jordy Siebatcheu – keine Benotung

77. Minute für Nsame.

Cédric Zesiger – keine Benotung

89. Minute für Fassnacht.

2 Kommentare
    Peter Grob

    Erstaunlich, wie gut Aebischer von den Kritikern immer bewertet wird. Seine Pässe kommen kaum einmal an und wenn er zum Schuss ansetzt, kann ruhig schon wegschauen. Da passiert nichts. Ich bevorzuge eindeutig Rieder. Und mit diesem Siebatcheu hat Spycher kein gutes Händchen bewiesen. Der hat noch nicht einmal, auch nur ansatzweise, überzeugt.