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«Busen-Meyer» kündigt Comeback an

Nach der Schliessung seiner Klinik nimmt der umstrittene Schönheitschirurg Peter Meyer-Fürst erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn Stellung.

«Diese Frau tut mir leid»: Peter Meyer-Fürst über die geschädigte Patientin «Larissa M.».
«Diese Frau tut mir leid»: Peter Meyer-Fürst über die geschädigte Patientin «Larissa M.».
Bruno Schlatter

Nachdem die Sendung «Kassensturz» von SRF und diverse andere Medien über den 78-jährigen Schönheitsarzt Peter Meyer-Fürst und eine geschädigte Patientin berichtet hatten, sprach die Zürcher Gesundheitsdirektion ein Operationsverbot aus und schloss die Klinik am Bellevue. Bisher schwieg der als «Busen-Meyer» bekannte Chirurg. In der jüngsten Ausgabe der «Weltwoche» bricht er nun sein Schweigen.

Der Fall der geschädigten «Larissa M.» sei ganz anders als vom «Kassensturz» dargestellt. So sei die Patientin laut Peter Meyer-Fürst Nachkontrollen unentschuldigt ferngeblieben, sie habe viel zu früh wieder gearbeitet und sei trotz Komplikationen in die Ferien verreist. Zudem habe sie die ihr verschriebenen Antibiotika zum Teil nicht eingenommen. «Das ist eine ganz traurige Geschichte. Die Frau tut mir leid», sagte Meyer-Fürst der «Weltwoche». In einer Stellungnahme wehrte sich «Kassensturz»-Chef Wolfgang Wettstein in der Zeitung. Nichts sei unterschlagen worden. Es stehe Aussage gegen Aussage.

Andere Frauen, die sich ebenfalls als Opfer Meyer-Fürsts darstellen, bezeichnet er als «Trittbrettfahrerinnen». Er ist überzeugt, dass sich die vielen Anschuldigungen in nichts auflösen werden.

Meyer-Fürst sei laut «Weltwoche» daran, gegen sämtliche Akteure Klage einzureichen, die zum Entzug der Bewilligung seiner Klinik beigetragen haben. Er wolle seine Ehre zurück, ums Geld gehe es ihm nicht. Der Arzt sitze auf einem riesigen Schuldenberg und habe unzählige Betreibungen in Millionenhöhe am Hals.

Auf die Frage, ob er je wieder operieren werde, sagte Peter Meyer-Fürst: «Aber selbstverständlich. Ich versichere Ihnen, dieses Jahr noch werde ich wieder im Operationssaal stehen – und ­alle, die die Hetzjagd gegen mich angezettelt haben, werden im Gefängnis sitzen!» Sein Anwalt drückte sich etwas gemässigter aus: «Wir sind davon überzeugt, dass das Opera­tionsverbot rechtswidrig ist.»

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