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Juli gleicht miserablen Badistart aus

Eine Zwischenbilanz zeigt: Insgesamt sind die Badis im Bezirk mit der bisherigen Saison zufrieden. Für einen guten Saisonabschluss hoffen sie aber noch auf einen schönen August.

Von Sandra Flückiger Die Prognosen sind verheissungsvoll: Die Schweiz erwartet ein zumeist sonniges Wochenende bei etwa 25 Grad, Anfang nächster Woche soll es sogar 28 Grad warm werden. Eine willkommene Abwechslung nach den letzten regenreichen Tagen – auch für die Badis, die wegen des Wetters für einige Tage schliessen mussten. Dennoch fällt die Zwischenbilanz der bisherigen Badesaison nicht schlecht aus. «Wir hatten zwar einen miserablen Start Anfang Mai, den schlechtesten Saisonstart seit Jahrzehnten», sagt Andreas Tanner, Leiter Liegenschaften in Küsnacht und damit verantwortlich für die beiden Strandbäder. Mittlerweile seien die Zahlen aber wieder im grünen Bereich. Beim Strandbad zum Beispiel wurden bisher 31 000 Eintritte verzeichnet, letztes Jahr waren es bis zum Saisonende 41 000. «Dank den schönen Wochen im Juli haben wir wieder aufgeholt», sagt Tanner. Badende brauchen Anlaufzeit Ähnlich sieht es in Stäfa aus. «Es war ein Auf und Ab», sagt Jorunn Majer, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit. Sie weist insbesondere auf das Problem hin, dass die Badegäste eine Anlaufzeit brauchen, wenn es nach dem Regen wieder schön wird. «Die Wiese ist meistens noch nass, und ich vermute, dass es viele Gäste dann noch nicht so reizt, in die Badi zu gehen.» Doch freut sich auch Majer über den einträglichen Juli. Spitzentag war – wie in Meilen und Küsnacht ebenfalls – der 11. Juli. Während an jenem Sonntag im Stäfner Lattenberg 1900 Gäste badeten, waren es im Strandbad Küsnacht 1792 und im Strandbad Dorfmeilen 1668. «Seit ich hier arbeite, hatten wir noch nie so viele Badegäste an einem Tag hier», sagt die Meilemer Bademeisterin Vreni Ronner. Ohnehin verlief die Saison für die Meilemer bislang erfolgreich. Die Zahlen liegen über dem Durchschnitt, wie Ronner sagt. Im Vergleich zum letzten Jahr sei der Juni «viel besser» ausgefallen, im Juli seien sogar doppelt so viele Badegäste gekommen. Die Badi Lützelsee hat bereits jetzt ihre Budgetvorgabe für die ganze Saison erfüllt. «Es lief wie wahnsinnig», sagt Bademeisterin Isabella Büchler, «die Leute hatten Nachholbedarf.» Sie zweifelt auch nicht daran, dass bereits heute Samstag wieder viele den Weg in die Badi finden. «Wenn so lange schlechtes Wetter war, sind die Leute richtig sonnenhungrig», sagt sie. Wie das Wetter während der restlichen Saison wird, spielt ihr keine grosse Rolle – im Gegensatz zum Meilemer Team, das auf möglichst viel Sonnenschein im August hofft, da in der letzten Ferienwoche viele wieder zu Hause seien. Die Prognosen von SF Meteo lassen diesen Monat durchaus auf einige Badetage hoffen – die auch denjenigen zusagen dürften, die ihre Ferien in der Hitze am Strand verbracht haben. «In nächster Zeit wird es um die 25 Grad. Das Wetter ist zwar nicht stabil schön wie im Juli», erklärt Thomas Kleiber von SF Meteo, «sondern es kann ab und zu regnen. Baden kann man aber auf jeden Fall noch.» Durch die Hitze im Juli habe sich der See gut aufgewärmt. Die Gewitterstürme hätten die obere warme und die untere kalte Schicht des Wassers vermischt, deshalb sei jetzt eine dicke Schicht des Sees warm. 21 Grad sind es derzeit. Unermüdliche Schwimmerin Sollte das Regenwetter der letzten Tage trotzdem wiederkehren, dürften sich wenigstens die Bademeister darüber freuen. Die meisten kompensieren dann – sofern allfällige Reparatur- oder Gartenarbeiten erledigt sind – ihre Überzeit. «Ich schlafe, lese und erhole mich, wenn es regnet», sagt beispielsweise Isabella Büchler, «weil ich sonst einen 13-Stunden-Tag habe.» Nicht alle Badegäste jedoch hält der Regen vom Schwimmen ab. «In Stäfa gibt es eine Besucherin, die sich von keinem Wetter abschrecken lässt», erzählt Jorunn Majer. Die ältere Frau aus einer Nachbargemeinde komme jeden Tag zum Schwimmen – auch im Winter. Als einziger Badegast habe sie deshalb einen Schlüssel. Das schlechte Wetter zog gestern kaum Leute in die Badi Meilen. Foto: Silvia Luckner

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