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Viehmärkte auf dem Flugplatz?

So deutlich ist es noch

Nachdem es schien, dass das komplexe Flugplatzprojekt im Frühling schon fast bereit zur Landung sei, dreht es nun noch ein paar Warteschlaufen: «Im Licht der weltweiten Wirtschaftskrise hat sich die Lage verändert», erklärte Gemeinderat Rudolf Egger (SVP) an einem von fast 150 Personen besuchten Informationsanlass, «die gewerblichen Interessenten an einem Landkauf haben ihre Pläne sistiert und warten auf eine Verbesserung der ökonomischen Situation.» Dazu komme, ergänzte Egger, dass die Fusionsverhandlungen zwischen den «Landi»-Organisationen Jungfrau/Frutigen und Reichenbach noch im Gang seien. In einem Monat werde aber die Option einer neuen «Landi» im südlichen Teil der Flugpiste wohl klarere Konturen haben. Dann werde es darum gehen, im Einvernehmen mit den anderen Grundeigentümern ein Konzept für die Ansiedlung der Gewerbebetriebe auszuarbeiten. Etwas verzögert habe sich auch die Erstellung des Halbanschlusses Frutigen-Nord an die Umfahrungsstrasse, sagte Egger, nun wolle man zur Eröffnung des Tropenhauses am 21. November wenigstens die Tragschicht eingebaut haben. Erstmals in dieser Klarheit gab Gemeinderatspräsident Karl Klossner (SVP) bekannt, die Behörde erwäge mittelfristig eine Verlegung der Viehmärkte aufs Flugplatzareal, zum Beispiel in eine polyvalent nutzbare Halle. Das würde die Möglichkeit eröffnen, auf dem heutigen Marktplatz, mitten im Siedlungsgebiet, ein interessantes Zentrum zu schaffen, erklärte Klossner. Er betonte aber, das Ganze sei erst eine Idee, und alle betroffenen Kreise würden mitreden können. ARA ohne Biogas? Entscheiden können wird der Frutiger Souverän über die Sanierung der Abwasserreinigungsanlage im Kanderspitz: Am 29.November werde die Urnenabstimmung stattfinden, teilte Gemeinderat Konrad Klötzli (EVP) mit. Gebe das Volk grünes Licht, würden die Arbeiten in den Jahren 2011 und 2012 durchgeführt. Die Bruttokosten von 7,48 Millionen Franken – die Subventionen dürften bei 700000 Franken liegen – würden nicht mit Steuergeldern bestritten, sondern über die ARA-Spezialfinanzierung, also aus Gebühren. Auf Anfrage räumte Gemeinderatspräsident Karl Klossner ein, der Bau einer Biogasanlage zur Verwertung von Speiseabfällen müsse nochmals überprüft werden, da auch in Spiez eine solche Einrichtung geplant sei (Projekt Schluckhals). Konzept verspätet Ernüchternd fiel der Rapport von Gemeinderat Christian Fuhrer (SVP) über das mit Spannung erwartete Parkplatzkonzept aus: Die Arbeiten verzögerten sich um rund ein Jahr, teilte der (scheidende) Ressortchef sichtlich unglücklich mit. Das bedeutet, dass die Mitwirkung im nächstenFrühling und der Beschluss der Gemeindeversammlung im Herbst erfolgen sollen, sodass die Neuordnung im Jahr 2011 umgesetzt werden könnte. Die Stossrichtung freilich ist unverändert: Das Parkieren auf öffentlichem Grund soll geordneter vonstatten gehen, mit einfachen Regeln und einem geringen Kontrollaufwand. Vorbei werden aber die Zeiten sein, da Private ihr Fahrzeug beliebig lang und gratis abstellen dürfen. Drei Sitze vakant.Erich Kobel >

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