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23 statt 12 Millionen Franken für erweiterte Schule Allmend

Das Schulzentrum Allmend in Meilen muss erweitert werden. Weil die Zahl der Schüler künftig ansteigt, hat die Schulpflege das Raumprogramm angepasst.

Von Patrick Gut Meilen – Die Prognosen der Geburtenzahlen haben der Meilemer Schulpflege einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Im letzten Herbst mussten die Werte nach oben korrigiert werden. Laut einer Mitteilung der Schulpflege liegt das an den Geburtenzahlen, die während vieler Jahre gesunken, nun aber wieder gestiegen sind. So rechnet die Schulpflege neu mit 120 Kindern im Mittelwert pro Jahrgang, die in Meilen zur Schule gehen werden. Bis anhin waren es 100 Kinder pro Jahrgang. Die Zahl von 120 Kindern berücksichtigt die bauliche Entwicklung im Gemeindegebiet, verbunden mit der steigenden Einwohnerzahl. Ebenfalls eingerechnet ist jene Zahl von Schülerinnen und Schülern, die erfahrungsgemäss eine Sonder- oder Privatschule besuchen. So oder so sind laut Meilemer Schulpflege für die Schulanlage Allmend damit mittel- und langfristig zusätzliche Räume für Kindergarten und Primarschule nötig. In der Primarschule sollen pro Jahrgang bis zu zwei Klassen geführt werden. Bevor die Zahlen bekannt wurden, war eine Erweiterung der Schulanlage für rund 12 Millionen Franken geplant. Es ging in erster Linie darum, den Raum zu schaffen, um der pädagogischen Entwicklung der letzten Jahre und den veränderten Unterrichtsformen Rechnung zu tragen. Die Stimmberechtigten sagten im Juni 2009 Ja zu einem Kredit von 310 000 Franken für einen Architekturwettbewerb. Opposition kam damals vonseiten der SVP. Neue Fakten berücksichtigen Jetzt will die Schulpflege die neuen Fakten bei der Erweiterung der Schulanlage Allmend berücksichtigen. «Wir haben deshalb das Raumprogramm für den Architekturwettbewerb angepasst», sagt Peter Fischer. Den Architekturwettbewerb habe man zu diesem Zweck im Dezember unterbrochen. Auf der Kostenseite wirkt sich das erweiterte Raumprogramm aus. Der Wettbewerb kostet neu 390 000 Franken, und die Erweiterung der Schule wird mit rund 23 Millionen Franken nahezu doppelt so teuer wie ursprünglich geplant. Die Schulpflege will verhindern, dass künftig provisorische Pavillons aufgestellt werden müssen, weil der Schulraum für die Zahl der Schüler nicht ausreicht. Inzwischen ist der Wettbewerb wieder aufgenommen worden. Der Fahrplan der Behörden sieht vor, dass das Ergebnis des Architekturwettbewerbs im Juni vorgestellt wird. Im September sollen die Stimmberechtigten über den Projektierungskredit entscheiden. Ende 2012 könnte der Baukredit an die Urne kommen.

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