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6 Monate bedingt für Betrüger

Als ihm sein Schuldenberg über den Kopf gewachsen war, begann ein Bänkler, Kunden zu betrügen. Die Strafe ist etwas milder ausgefallen als gefordert.

Von Nadja Belviso Während der Verhandlung hatte die Richterin betont, das Delikt des Angeklagten sei keine Bagatelle. Auch eine härtere Bestrafung als die vom Staatsanwalt geforderte – sechs Monate bedingt und eine Busse von 5000 Franken – liesse sich rechtfertigen. Der Angeklagte hatte in den Filialen Küsnacht und Zumikon der Clientis-Zürcher-Regionalbank fünf Kunden insgesamt mindestens drei Dutzend Mal übers Ohr gehauen. Der Clientis Sparkasse Zürcher Oberland ist so ein Schaden von 386 000 Franken entstanden (TA vom 19. 10.). Nun ist die Strafe aber etwas milder ausgefallen als gefordert: sechs Monate Gefängnis bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren und eine Busse von 2000 statt 5000 Franken. Noch mehr Schulden Zwar ist das schriftlich mitgeteilte Urteil nicht begründet. Dem Angeklagten nicht noch zusätzliche Schulden aufzuhalsen, scheint aber sinnvoll. Immerhin kommen zu seiner misslichen finanziellen Lage, die ihn zum Betrügen verführt hat, noch die Gerichtsgebühr von 8822 Franken und die Rückzahlungen an die Bank, mit der der Angeklagte ein Arrangement getroffen hat. Positiv ausgelegt wurde ihm wohl, dass er vollumfänglich geständig war und mit den Untersuchungsbehörden loyal zusammengearbeitet hatte. Sein Verteidiger hatte während der Verhandlung betont, sein Mandant hätte sich auch in den Privatkonkurs retten können. Stattdessen stehe er nun zu seiner Verantwortung und unternehme alles, um seinen Verpflichtungen nachzukommen.

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