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6 statt 8 Prozent mehr Steuern in Weiach

Ein Steuerfuss von 95 Prozent war der Weiacher Gemeindeversammlung zu hoch – jetzt soll er nur noch 93 Prozent betragen.

Von Florian Schaer Weiach – Der Abend des 10. Dezembers bleibt den Weiachern in lebhafter Erinnerung. Nachdem am Morgen vor der Budget-Gemeindeversammlung eine Bombendrohung eingegangen war, wiesen die 72 Anwesenden den Voranschlag mit 33 zu 33 Stimmen zurück. Hauptgrund: Der Steuerfuss wäre um satte 8 Prozent auf 95 Prozent angehoben worden. Jetzt dürfen die Weiacher am 10. März über ein neues Budget abstimmen. Der Gemeinderat hat den Voranschlag getrimmt – und schlägt einen Steuerfuss von noch 93 Prozent vor. «Wir konnten die Ausgaben um insgesamt 38 000 Franken kürzen», erklärte Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Paul Willi am Donnerstag im Rahmen eines Info-Abends. Anderseits seien es zusätzliche Grundstückgewinnsteuern, die der Ertragsseite addiert werden könnten. «Zusammen macht das gerade etwa die 2 Steuerprozente aus, um die wir nun weniger erhöhen müssen.» So oder so höhere Steuern Wo genau die Ausgabenposten gestrafft worden sind, wollte Willi noch nicht bekannt geben. «Es betrifft aber Leistungen der Behörden.» Der Gemeindepräsident unterstrich mehrfach, dass eine ausgeglichene Rechnung das langfristige Ziel bleiben müsse – und dass Weiach deshalb nicht um den höheren Steuerfuss herumkomme; selbst wenn man sich ab 2013 rund 250 000 Franken Hilfe aus dem neuen Finanzausgleich ausrechnen dürfe. Die Erhöhung der Steuern wurde nötig, nachdem unter anderem die Erträge aus dem Kiesabbau stetig gesunken sind. Willi machte deutlich, dass es nach wie vor ein fest verankertes Ziel sei, den Steuerfuss unter der Grenze von 100 Prozent zu halten. Ferner wolle man das Nettovermögen bei 3 bis 5 Millionen Franken halten können. Wünsche formuliert Es war der erste von vier geplanten Informationsabenden, die dieses Jahr in Weiach stattfinden sollen, «um die Bevölkerung auf dem Laufenden zu halten», wie der Gemeindepräsident sagte. Und das nicht nur bezüglich Budget. An der Premiere vom Donnerstag präsentierten die Ressortvorsteher ihre jeweiligen Legislaturziele. Unter diese Ziele fallen beispielsweise der Halbstundentakt im öffentlichen Verkehr, eine neue Waldhütte, ein grosses Dorffest im August 2012 oder die geplante zentrale Abfallentsorgungsstelle mit Büros für einen eigenen Werkarbeiter. Ziele, die angesichts der finanziellen Situation teilweise noch in weiter Ferne liegen. «Es geht darum, jetzt eine Stossrichtung festzulegen», beeilte sich Paul Willi, das Wünschenswerte vom derzeit Machbaren zu unterscheiden. «Es ist aber trotz allem wichtig, dass wir darauf hinarbeiten können.»

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