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70 000 Franken für Kinderspital erschwommen

Stefan Trappitsch hat René Prêtre vom Zürcher Kinderspital 70 000 Franken übergeben. Dafür ist der Uetiker von Rapperswil nach Zürich geschwommen.

Von Petra Schanz Uetikon – Stefan Trappitsch schwamm im vergangenen August am Langstreckenschwimmen von Rapperswil nach Zürich. Nebst der sportlichen Herausforderung setzte sich der Uetiker ein weiteres Ziel: Sponsorengelder für das Kinderspital Zürich zu beschaffen. 40 000 Franken sollten es werden. Letzte Woche hat Trappitsch sein Projekt abgeschlossen. An einem Vortrag bei einem Pharmabetrieb über die Parallelen zwischen Sport und Geschäftswelt übergab er dem Kinderherzchirurgen und ehemaligen Schweizer des Jahres René Prêtre einen Check über ganze 70 000 Franken. Das Kinderspital soll das Geld für ein Projekt Prêtres einsetzen. Dieser erforscht, wie man bei Operationen am Kinderherz den Eingriff unter der Achsel machen kann, damit quer über den Bauch keine hässliche Narbe entsteht. Trappitsch gelang es mühelos, 30 000 Franken mehr zu sammeln, als er sich zum Ziel gesetzt hatte. Trotzdem hat er das nicht erwartet. Überwältigt sei er, sagt Trappitsch: «Und auch ein wenig stolz, dass ich so viel Geld zusammengebracht habe. Schliesslich bin ich ja kein Prominenter.» Sicher hätten ihm auch die Medien dabei geholfen. Dank Berichten in der Zeitung und im Fernsehen haben sich Leute bei Trappitsch gemeldet, mit denen der 46-Jährige jahrelang keinen Kontakt mehr gehabt hatte. Lieber rennen als schwimmen Stefan Trappitsch hatte zwei Hauptsponsoren, die ihn mit je 10 000 Franken unterstützten: die Bank, in deren Personalabteilung er arbeitet, sowie ein Telecomunternehmen. Dazu sei der eingangs erwähnte Pharmabetrieb gekommen, der schliesslich 15 000 Franken spendete. Viele kleinere und mittlere Unternehmen hätten Beträge zwischen 1000 und 5000 Franken beigesteuert. Auch aus dem privaten Umfeld des Uetikers kamen Spenden hinzu. Und nicht zuletzt hätten sich seine eigenen Vorträge über Sport und Business gut verkauft, sagt Trappitsch. Der grosse Erfolg seiner Unternehmung reizt Stefan Trappitsch grundsätzlich, das Ganze zu wiederholen. Allerdings nicht mit Schwimmen. Zwar hat er sich seit letztem Sommer wieder ins Wasser gewagt, jedoch maximal eine Stunde. «Das Langstreckenschwimmen habe ich das erste, einzige und letzte Mal gemacht», sagt Trappitsch, der schon etliche Marathons und Triathlons hinter sich hat. Seine schmerzende rechte Schulter sei seit der Schwimmerei erst zu 95 Prozent wieder in Ordnung. Ob er tatsächlich wieder an einem sportlichen Anlass Spenden sammeln wird, weiss der Uetiker noch nicht. Ideen hat er offenbar bereits: «Vielleicht mache ich ja am Marathon des Sables mit, wenn ich 50 werde», sagt er. Der Marathon des Sables ist ein Etappenmarathon über 230 Kilometer in der marokkanischen Sahara. Stefan Trappitsch Beim Langstreckenschwimmen von Rapperswil nach Zürich hat der Triathlet sich an der Schulter verletzt.

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