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Asylcontainer wird entsorgt

Ein Flüchtlingspavillon ist in Birmensdorf durch einen Brand zerstört worden. Nun muss er ersetzt werden. Das könnte noch einige Monate dauern.

Birmensdorf – Eigentlich müsste die 5900-Seelen-Gemeinde im Reppischtal 29 Asylbewerber beherbergen. Dafür liess sie im vergangenen September trotz Protesten der Anwohner zwei Container mit je 12 Plätzen aufstellen. Doch seit einem Brand in den frühen Morgenstunden der Neujahrsnacht (TA vom 3. Januar) ist eine der Unterkünfte nicht mehr bewohnbar. Das hatte drei Umplatzierungen zur Folge. Wie Gemeindeschreiber Angelo Umberg nun sagt, hat sich nach der Schadensabklärung herausgestellt, dass der ausgebrannte Pavillon nicht mehr repariert werden kann. Wann die Gemeinde neue Container aufstellen wird, lässt Umberg offen: «Das könnte mindestens drei bis vier Monate dauern – je nach Lieferfrist.» Die Kosten von ungefähr 100 000 Franken gehen aufs Konto der Versicherung. Im noch bewohnbaren Container leben derzeit lediglich 8 Personen, «alles Leute aus dem Maghreb», wie Roman Della Rossa sagt. Er ist Sprecher der Firma ORS Service AG, die im Auftrag der Gemeinde Birmensdorf die Flüchtlinge betreut. Dem Ausbruch des Feuers waren Streitereien zwischen Schwarz- und Nordafrikanern mit Sachbeschädigungen vorausgegangen. Die Kantonspolizei hatte deswegen schon vor dem Brand ausrücken müssen. Ob der spätere Ausbruch des Feuers mit den Auseinandersetzungen unter den Asylbewerbern zusammenhängt, weiss die Polizei nicht. Die Abklärungen sind gemäss Kapo noch immer im Gang. Aus der Bevölkerung sei bisher kein einziger Hinweis über den Vorfall eingegangen. Seit dem Brand sind keine Schwarzafrikaner mehr in Birmensdorf untergebracht. Woran sich der Streit entzündet hat, ist laut Delle Rossa bis heute nicht auszumachen. «Das ist sowohl für die Polizei wie auch für die Betreuer äusserst schwierig festzustellen.» Um weitere Konflikte zu verhindern, bräuchten die 8 verbliebenen Asylsuchenden nun eine «intensive Betreuung». Eine Mitarbeitende sei fast täglich in der Unterkunft präsent und führe mit den Flüchtlingen Gespräche. (sit)

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